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CD Kritik vom 9.4.2010

Jeff Beck: Emotion & Commotion

Jeff Beck: Emotion & Commotion | CD Kritik
Jeff Beck
Emotion & Commotion

Sieben Jahre Wartezeit sind vorbei

Jeff Beck ist eine der Legenden in der Geschichte der Rockgitarre und gilt als der "erste große Gitarren-Showman". Ob bei den legendären "Yardbirds", ob mit seiner eigenen "Jeff Beck Group" oder als Solist, immer ist sein persönlicher Stil klar erkennbar, und sein Wille, immer wieder neue musikalische Gebiete zu erkunden, ist zu seinem Markenzeichen geworden. Nach knapp sieben Jahren, in denen man vergeblich auf ein neues Studioalbum warten musste, veröffentlicht der Meister der Rockgitarre nun "Emotion & Commotion".

"Emotion & Commotion" ist ein außergewöhnlich vielseitiger Mix aus Stilen und Sounds. Eingespielt von einer Reihe handverlesener Musiker und unter Einsatz eines 64-köpfigen Orchesters auf manchen Tracks, präsentiert "Emotion & Commotion" 10 Songs, die Jeff Beck immer noch als eine der findigsten Musiker-Persönlichkeiten der Gegenwart zeigen. Neben einigen bemerkenswerten Orchester-Arrangements enthält das Album zwei Songs, die er zusammen mit Grammy-Gewinnerin Joss Stone aufgenommen hat.
 
Augenfällig ist besonders der Einsatz des Orchesters auf so unterschiedlichen Songs wie Jeff Buckleys "Corpus Christi", dem stets berührenden "Somewhere Over The Rainbow" aus dem Zauberer von Oz, "Elegy For Dunkirk" aus dem Film Atonement und Puccinis "Nessun Dorma". Die Tracks sind durchaus faszinierend, betrachtet man aber das ganze Album werden eingefleischte Jeff Beck Anhänger enttäuscht sein.

Nach sieben Jahren ohne ein neues Studioalbum erhofft man sich mehr, als nur nachgespielte Tracks. Ein Album, welches komplett aus eigenen Nummern besteht, hätte mehr überzeugt. Trotzdem ist sein Ton, die Art wie er spielt und seine Phrasierung nicht von dieser Welt. Jeff Beck Fans werden sich dieses Album kaufen, weil sie Gitarren hören möchten und nicht vorrangig Streicher oder Gesang. Man kann daher nur anraten, nicht wieder sieben Jahre zu warten und sich dann wieder mehr auf die Gitarrensounds zu besinnen.

Playlist:

1. Corpus Christi
2. Hammerhead
3. Never Alone
4. Somewhere Over The Rainbow
5. I Put A Spell On You (feat. Joss Stone)
6. Serene
7. Lilac Wine (feat. Imelda May)
8. Nessun Dorma
9. There’s No Other Me (feat. Joss Stone)
10. Elegy For Dunkirk (feat. Olivia Faith)

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