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CD Kritik vom 16.04.2010

Paul Weller: Wake Up The Nation

Paul Weller: Wake Up The Nation | CD Kritik
Paul Weller
Wake Up The Nation

Das Niveau wird gehalten

"Nach '22 Dreams' hatte ich praktisch keine neuen Songideen, höchstens den einen oder anderen Titel oder irgendein Reimpaar vielleicht. Daher entstand das neue Album ganz anders als sonst. Es fühlte sich fast schon so an, als ob ich wieder ganz bei Null anfangen würde", sagt Paul Weller über die Entstehung seines neuen Albums. Auf seinem zehnten Studioalbum hat sich Weller abermals selbst übertroffen. Fokussiert schließt sich mit "Wake Up The Nation" zudem ein Kreis: 28 Jahre nach der Auflösung von The Jam, ist auf zwei der neuen Songs auch Bruce Foxton, der ehemalige Bassist, zu hören.

Bedenkt man, wie unglaublich lang Paul Weller schon dabei ist und dass sein Name seit eh und je für Experimentierfreude steht und für den unbedingten Willen, immer wieder neue Wege zu gehen, sollte eigentlich klar sein, dass man von ihm nicht zweimal dasselbe Menü vorgesetzt bekommt. Die Aufnahme-Sessions, aus denen "Wake Up The Nation" hervorgehen sollte, begannen vor einem Jahr, im Januar 2009, zusammen mit Simon Dine, der auch schon an "22 Dreams" mitgewirkt hatte. In Wellers "Hauptquartier", seinem eigenen Black Barn Studio in Surrey, machten sich die beiden mit der Unterstützung von Toningenieur Charles Rees daran, einen Sound zu kreieren, für den sich Dine bereits eine Richtung ausgedacht hatte: Hart und urban, manchmal sogar metallisch soll die neue Platte klingen. Manchmal hat Weller den Gesang improvisiert und geschaut, was dabei herauskam.

Um die Hektik und die Enge des Lebens in der Großstadt einzufangen, stellten sie strikte Regeln auf: Akustikinstrumente und alles, was irgendwie nach Folk oder ländlicher Idylle klang, flogen raus. Somit war genügend Platz für Neues: satte Rock-Grooves, Riffs à la Bowie und eine Grundeinstellung, die Genregrenzen eiskalt ignoriert – die hatten sie sich noch von den Sessions zum letzten Album bewahrt. Mit seinem neuen Album ist es Paul Weller wieder einmal gelungen, den perfekten Soundtrack zum neuen Jahrzehnt abzuliefern.

Playlist:

1. Moonshine
2. Wake Up The Nation
3. No Tears Left To Cry
4. Fast Car, Slow TRaffic
5. Andromeda
6. In Amsterdam
7. She Speaks
8. Find The Torch, Burn The Plans
9. Aim High
10. Trees
11. Grasp And Still Connect
12. Whatever Next
13. 7 & 3 Is The Striker’s Name
14. Up The Dosage
15. Peices Of A Dream
16. Two Fat Ladies

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