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CD Kritik vom 30.07.2010

Ari Hest: Twelve Mondays

Ari Hest: Twelve Mondays | CD Kritik
Ari Hest
Twelve Mondays

Grundstein für eine weltweite Karriere

Der New Yorker Ari Hest hat sich in Amerika schon eine treue Fanbasis zusammengespielt. Bereits mehrere Alben und EP's hat er dort veröffentlicht. Sein neues Werk "Twelve Mondays" ist dort bereits seit März 2009 erhältlich. Nachdem er im Dezember 2009 durch ein Konzert bei der Veranstaltungsreihe "Feels like home" seinen Weg nach Hamburg fand, kam der Kontakt zum Hamburger Label "Arctic Rodeo Recordings " zu Stande. Sie veröffentlichen sein neues Album nun auch in Deutschland.

Das Verhältnis von Ari Hest zu Plattenlabels ist etwas speziell. Aus eigenem Antrieb löste er im Jahr 2007 sein Deal mit einem Major-Label, weil er sich als Künstler wieder mehr Kontrolle gewünscht hat. Nach dem Verlassen des Major-Labels hat sich Ari einem Projekt Namens "52" gewidmet. Dabei hat er 52 Wochen lang jede Woche einen neuen Song geschrieben und diese seinen Fans zur Verfügung gestellt. Aus diesen 52 Songs durften die Fans dann die 12 Tracks auswählen, die auf das neue Album kommen.

Die Musik auf dem Album ist genau die richtige um einen anstrengenden Tag zu beginnen oder zu beenden. Songs wie "Dead End Driving" und "Reasons To Believe" hat man bereits nach dem ersten Hören noch für Stunden im Ohr. Die beruhigende und einzigartige Stimme von Ari Hest fasziniert alle Freunde der ehrlichen und echten Musik. Der Opener "One Two" beginnt gemächlich, was hier keinesfalls negativ gemeint ist, denn er überzeugt mit einer eingängigen Melodie. Bei einem Song wie "Morning Streets" beweist Ari, dass er Geschichten aus seinem Leben erstklassig in Songs verarbeiten kann.

Mit Ausnahme von "Cranberry Lake", welches er gemeinsam mit der Sängerin Amy Kuney gesungen und geschrieben hat, hört man auf "Twelve Mondays" nur Songs die ausschließlich von Ari Hest gesungen und geschrieben wurden. Der gemeinsame Song mit Kuney verleiht dem Album eine fröhliche Art und positive Seite. Auch der Song "Binocular" ist nicht so melancholisch wie die anderen Tracks und trägt ebenfalls dazu bei, dass man sich nach dem Hören unglaublich gut fühlt. Die rythmischen Claps und die fast schon Hip-Hop-artigen Drums sind genau das, was man nicht erwartet hat. Die Akustikgitarre findet man bei diesem Track ausnahmsweise mal nicht wieder.

Gerade war Ari Hest für zwei Konzerte in Deutschland. Die Resonanz war durchweg positiv und nicht nur die Frauen lieben den attraktiven und äußerst sympathischen Künstler. Auch Männer sind fasziniert von dem Talent des 31-Jährigen, der uns viel zu lange vorenthalten wurde. Vermutlich im November oder Dezember wird uns Ari Hest das nächste Mal wieder in Deutschland fesseln und begeistern - bis dahin bleibt uns nur dieses sensationelle Album, welches wir nicht noch mehr anpreisen können. Ari - danke für dieses Werk. Wir wollen mehr von dir hören!

Playlist:

1. One Two
2. I’ll Be There
3. Dead End Driving
4. The Weight
5. Broken Voices
6. Mercy
7. Cranberry Lake
8. Binocular
9. Morning Streets
10. Learn
11. Ride The Brake
12. Reason To Believe

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