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CD Kritik vom 24.09.2010

Eric Clapton: Clapton

Eric Clapton: Clapton | CD Kritik
Eric Clapton
Clapton

Musik für die ruhigen Momente im Leben

Dieses Album ist die erste Studioarbeit des Gitarristen seit der Veröffentlichung seiner Bestseller-Autobiografie, die ebenfalls schlicht und auf den Punkt nur "Clapton" hieß. Der für das Buch erforderlichen Selbstbeobachtung folgt nun ein Projekt, dessen 14 Songs klingen wie die musikalischen Memoiren einer ungewöhnlichen Reise. Bei den Aufnahmen dafür habe er ganz besondere Zuhörer vor Augen gehabt, sagt Eric Clapton.

Auf "Clapton", seinem 19. Soloalbum, erforscht der einzige Musiker, der gleich dreimal in die Rock and Roll Hame Of Fame aufgenommen worden ist, die ganze Bandbreite von Einflüssen, die ihm geholfen haben, sein musikalisches Ausdrucksvermögen zu finden. Aus dem Funken einer Idee – dem Wunsch, einige Jazz-Standards aufzunehmen, mit denen er aufgewachsen ist, und dazu ein paar Songs seines Freundes  J.J. Cale – hat Eric Clapton eine umfassende Kollektion zusammengestellt: von hundert Jahre altem Brass-Band-Sound über unbekannte Country-Blues-Nummern zu brandneuen Eigenkompositionen.

Das Resultat klingt entspannt und anders als alles, was der Gitarrist in seiner bisherigen Karriere aufgenommen hat. Nach vier Dekaden als einer der weltbesten Gitarristen nähert sich Eric Clapton, inzwischen 65 Jahre alt, den Songs auf "Clapton" mit vertrauter Sicherheit. Er findet einen Weg, um "Traveling Alone" des texanische Bluesmusikers Little Son Jackson, J.J. Cales "River Runs Deep" und das bewegende "How Deep Is The Ocean" unter ein Dach zu bringen. Das in Eric Clapton aber noch immer keine musikalische Ruhe eingekehrt ist, zeigen seine Pläne für

Nach "Back Home" im Jahr 2005 war Clapton in verschiedenen Projekten  mit anderen Musikern involviert, darunter einem Album mit J.J. Cale ("The Road To Escondido"), einer historischen Tournee mit Steve Winwood (dokumentiert auf der Grammy-nominierten "Live At Madison Square Garden") sowie einer Zusammenarbeit mit Jeff Beck. Dieser Geist lebt auf "Clapton" weiter: Co-Produzent und Gitarrist Doyle Bramhall II gehört ebenso dazu wie eine bemerkenswerte Schar von Musikern wie Schlagzeuger Jim Keltner, Bassist Willie Weeks und Keyboarder Walt Richmind. Später stießen bei den Sessions noch Winwood, Cale, Wynton Marsalis, Sheryl Crow, Allen Toussaint und Derek Trucks hinzu. Aufgenommen wurde das Album in drei verschiedenen US-Bundesstaaten und zwei Ländern und ist ein echtes Meisterwerk geworden.

Playlist:

1. Travelin Alone
2. Rocking Chair
3. River Runs Deep
4. Judgement Day
5. How Deep Is The Ocean
6. My Very Good Friend The Milkman
7. Can’t Hold Out Much Longer
8. That’s No Way To Get Along
9. Everything Will Be Alright
10. Diamonds Made From Rain
11. When Somebody Thinks You’re Wonderful
12. Hard Times Blues
13. Run Back To Your Side
14. Autumn Leaves

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