
Das Who-Is-Who der französischen Sänger
Während Nouvelle Vague auf ihren ersten beiden Alben Schätze aus der britischen New-Wave- und Post-Punk-Zeit ausgegraben und neu interpretiert haben, um auf Album Nummer "3" auch in Richtung Country und Bluegrass aufzubrechen und erstmals sogar ein paar der Originalautoren für ihre Coverversionen gewinnen zu können – Martin Gore von Depeche Mode sang hier mit Mélanie Pain, Terry Hall von The Specials teilte sich das Mikrofon mit Marina Celeste, und Ian McCulloch (Echo & The Bunnymen) war ebenfalls mit von der Partie –, wenden sie sich auf ihrem neuen Longplayer "Couleurs sur Paris" nun dem französischen New-Wave-Sound der siebziger und frühen achtziger Jahre zu.
Um den Meilensteinen dieser "Neuen Französischen Welle" auch gerecht zu werden, haben Nouvelle Vague zu den angestammten Vokalistinnen noch weitere Gäste ins Boot geholt: So wird jeder einzelne Song von einer anderen Protagonistin der aktuellen Poplandschaft eingesungen – mit klarem Schwerpunkt auf Namen aus Frankreich. Hierzulande kennen viele vermutlich nur Vanessa Paradis, welche durch ihre Liebesbeziehung zu Schauspieler Johnny Depp bekannt wurde. Manchen Musikliebhabern dürfte aber auch Charlie Winston etwas sagen.
Herausgekommen ist ein weiteres Kapitel ihrer retro-futuristischen Odyssee. Denn mit Vokalistinnen wie der französischen Überfliegerin Olivia Ruiz bzw. Stammgästen wie Mélanie Pain und Camille aber auch männlichen Neuzugängen wie dem Franzosen Juli Doré zeigen Nouvelle Vague wieder einmal, wie unschlagbar ihr Gespür dafür ist, die richtige Besetzung zu finden, um sich die Stücke auch wirklich anzueignen und sie "zu ihren Songs" zu machen.
1. Voilà Les Anges
2. L'Aventurier
3. Week-End A Rome
4. Putain Putain
5. Marcia Baila
6. Anne Cherchait L'Amour
7. Ophélie
8. So Young But So Cold
9. Sandy Sandy
10. Mala Vida
11. Oublions L'Amérique
12. Amoureux Solitaires
13. Two People In A Room
14. Sur Ma Mob
15. Déréglée
16. Je Suis Déjà Parti
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