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CD Kritik vom 10.12.2010

Michael Jackson: Michael

Michael Jackson: Michael | CD Kritik
Michael Jackson
Michael

Die Stimme aus dem Jenseits

Michael Jackson verstarb vor mehr als einem Jahr zu einem Zeitpunkt, als die Vision für ein nächstes Album gerade Gestalt anzunehmen begann. Bis kurz vor seinem Tod hatte er unermüdlich an Songs gearbeitet, die er schnellstmöglich mit seinen Fans teilen wollte. Jene Songs hätten mit Leichtigkeit in die umfangreiche Erbmasse der unveröffentlichten Arbeiten eingehen können, die einer der größten Künstler der Welt zurückließ - recht schnell wurde allerdings sowohl dem Michael Jackson Estate als auch Sony Music bewusst, dass man nicht nur gegenüber Michaels Fans, sondern auch Michael selbst eine Verpflichtung hatte, die großartige Musik nicht in den Archiven verstauben zu lassen. Es wurde entschieden, das Album ordentlich zu vollenden und in einer gewissenhaften Art und Weise zu veröffentlichen, die Michaels Vermächtnis würdig ist.

Und obwohl Michael Jackson nicht mehr da war, um die Stücke zu vervollständigen, wie nur er es konnte, hatte er jedoch einen einzigartigen Plan hinterlassen, der seine kreative Vision skizzierte - in Form von Notizen und detaillierten Gesprächen mit den Menschen, mit denen er arbeitete und mit jenen, mit denen er eine Zusammenarbeit plante. Es ermöglichte allen, die an "Michael" beteiligt waren, seiner Stimme zu folgen und die führende Hand zu spüren, die ihnen dabei half, das Album fertig zu stellen. Für all jene, die ihre kreativen Fähigkeiten in "Michael" einbrachten, war dies ein Liebesdienst zu Ehren eines Menschen, der sie alle inspiriert hatte.

Die Songs auf "Michael" spiegeln den typischen Michael Jackson Sound wieder, den wir bereits seit mehreren Jahrzehnten kennen. Dabei vergessen viele, dass Michael Jackson nicht nur ein außergewöhnlicher Sänger war, sondern auch ein guter Songschreiber. Die meisten Titel auf dem ersten Alben, welches posthum erschienen ist, hat er selbst geschrieben oder sich zumindest grundlegend daran beteiligt. Ein besonderes Highlight sind die Kooperationen auf dem Album. Besonders die erste Singleauskopplung "Hold My Hand" (feat. Akon) kann auch beim ersten Hören überzeugen.

An den Aufnahmen bzw. der Fertigstellung der zehn Stücke, die sich auf "Michael" finden, arbeiteten zahlreiche alte Weggefährten wie z.B. Teddy Riley mit, es finden sich aber auch einige neue Namen in der Songwriting- und Produktions-Credits wie z.B. Akon, Lenny Kravitz, Theron "Neff-U" Feemster, Eddie Cascio und Rapper 50 Cent. Michael Jackson hat mit dem jetzt erscheinenden Album "Michael" ein weiteres Denkmal, welches sich - ähnlich wie die anderen Alben - millionenfach verkaufen wird. Profitieren tun davon nicht nur seine Fans, sondern leider auch seine, teils sehr geldgierigen, Erben.

Playlist:

1. Hold My Hand (Duett with Akon)
2. Hollywood Tonight
3. Keep Your Head Up
4. (I Like) The Way You Love Me
5. Monster (feat. 50 Cent)
6. Best Of Joy
7. Breaking News
8. (I Can't Make It) Another Day (feat. Lenny Kravitz)
9. Behind The Mask
10. Much Too Soon

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