
Außergewöhnlich gut
Es gibt Alben, zu denen man nicht viel sagen kann, weil sie einem den Atem rauben: Anna Calvi ist so eins. Die Sängerin zum gleichnamigen Album hat schon Brian Eno und Nick Cave die Sinne geraubt. Anna Calvi hat sich einen eigenen Kosmos geschaffen.
Stimmlich blitzt schon mal eine Lindsay Buckingham durch. Aber auch alleine damit wird man ihr nicht gerecht. Musikalisch wirft sie jede Menge Fragen auf. Wie bekommt sie diese Mischung hin aus Verruchtem und Mysteriösem, aus Unheimlichem mit Tiefgang und wie kombiniert sie Abgeklärtheit mit Wärme?
Das passt zu ihrem Inhalt: Songs, die von Lust und Liebe handeln, "vom Teufel und einer neuen Sicht auf den dramatischen Surrealismus im Stil von David Lynch." Und sie weiß genau, was sie da tut: "Es ist eine Platte über alle diese Mächte, die von uns Besitz ergreifen und man sie überlebt und einen Weg durch sie hindurch findet." Eine prägende Aussage, die auch für ihre musikalische Zukunft treffend sein wird.
Mit ihrem Debüt hat sie rein gar nichts falsch gemacht, sondern ihren Weg von Beginn an gefunden und ganz durchdacht und präzise musikalische Akzente gesetzt. Ein guter Indikator für Langlebigkeit.
01. Rider to the sea
02. No more words
03. Desire
04. Suzanne & I
05. First we kiss
06. The devil
07. Blackout
08. I'll be your man
09. Morning light
10. Love won't be leaving
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