
Es ist nicht alles Gold was glänzt
Vor rund 2 Jahren klang Frida Gold noch ganz anders. Damals noch als "Frida kann alles" unterwegs, hatte die Band aus Bochum Synthesizer und Samples nur im Ansatz für sich entdeckt. Heute, nach dem unterzeichnen des Plattenvertrags bei Warner Music, hat sich die Band um 180 Grad gewendet und ist erstklassig im Elektro-Pop angekommen. Das beweisen die vier Musiker mit ihrem Debütalbum "Juwel".
Mit "Juwel" trifft Frida Gold eindeutig den Nerv der Zeit, schwimmt aber doch nur auf einer Welle mit. Aus der damaligen Zeit sind nur einzelne Songs übrig geblieben. Darunter die Debütsingle "Zeig Mir Wie Du Tanzt", welche sich bereits in den Top 40 der Charts wiederfinden konnte. Die zweite Singleauskopplung "Wovon Sollen Wir Träumen" konnte sich ebenfalls in den Top 40 der Singlecharts positionieren und den Erfolg bestätigen.
Das Album kann diesen Trend nicht ganz fortsetzen. Zwar finden sich sich auf "Juwel" durchaus tanzbare Songs die sich sehen lassen können. Defizite hat Frida Gold, bzw. Sängerin Alina, bei ruhigen Nummern. Textlich sowieso schon sehr hart an der Grenze zum schnulzigen, treibt uns der Gesang bei den ruhigen Nummern nur die Tränen in die Augen weil uns die Ohren so sehr schmerzen.
Die Stimme der Sängerin passt einfach nur zu den schnellen Up-Tempo-Nummern die dafür umso mehr begeistern. "Unsere Liebe Ist Aus Gold", "Morgen" und "Zeig Mir Wie Du Tanzt" werden ab sofort bei keiner Party mehr fehlen. Für das nächste Album von Frida Gold kann man sich nur wünschen, dass die Band ihre Hände von den ruhigen Songs lässt und man sich voll und ganz weiterhin auf die deutsche Sprache konzentriert. Die steht den vier Musikern nämlich sehr, sehr gut.
1. Morgen
2. Wovon Sollen Wir Träumen
3. Unsere Liebe Ist Aus Gold
4. Verständlich Sein
5. Undercover
6. Zeig Mir Wie Du Tanzt
7. Waffen Und Pferde
8. Aufgewacht
9. Nackt Vor Deiner Tür
10. Komm Zu Mir Nach Haus
11. Denn Liebe Ist...
12. Cold Hearted Baby
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