
Ein Titel wie ein Aprilscherz
Was mag das wohl für einer sein, der sich für ein Album den wundersamen Titel "Enten hätt' ich züchten sollen..." aussucht und das Werk dann auch noch am 1. April veröffentlicht? Doch Interpret Stephan Sulke hat dies ganz bewusst getan. Sein jüngstes Album, das wirft unversehens ein Licht auf viele seiner Musiker-Qualitäten. Witzig, leicht melancholisch, flapsig, verschmitzt, unangepasst.
Was der Titel nicht verrät, ist dies: Das Album hält auch Rückschau. Und zwar ohne den Anspruch auf Vollständigkeit oder die Nennung sämtlicher, eigenhändig gesetzter Meilensteine, sonst wäre es ja kein Album aus der Querulanten-Werkstatt Sulke. So erlebt der geneigte Hörer nun nie zuvor Gehörtes wie "Mein Leben", "Sie hat mich bloss mit einem Lächeln angefasst", die legendäre "Uschi" in neuem Gewand, nämlich im Duett mit der Kultfigur Lilo Wanders oder das zart ironische "Hey Mister Radio Mann" ebenso wie ein Duett mit Milva "La Rossa" namens "Das muss doch gehn".
"Enten hätt' ich züchten sollen…" beinhaltet eine interessante Mischung aus lässigen Songs und tanzbaren Nummern, alle voller Wehmut und Sehnsucht und dabei doch immer eine Spur romantisch. Da kann man nur sagen: Wie gut dass er kein Entenzüchter geworden ist.
1. Mein Leben
2. Das Muss Doch Gehn (Feat. Milva)
3. Sie Hat Mich Bloss Mit Einem Lächeln Angefasst
4. Ich Mach's Wieder
5. Enten Hätt' Ich Züchten Sollen
6. Hey Mr. Radiomann
7. Denk An Mich
8. Schnulzensingender Poet
9. Joe
10. Ich Lieb Dich Wie Blöde (Feat. Lilo Wanders)
11. Oktober Abendrot
12. Ich Brauche Dich
13. Uschi (Feat. Lilo Wanders)
14. Beinah
15. Ich Hab Dich Bloss Geliebt
16. Ich Wollte Ihnen Nur Mal Danke Sagen
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