
Erwartungen werden nicht erfüllt
Vor mehr als 13 Jahren als kleine, feine Indie-Rock-Band angefangen, hat sich mit der Popularität auch die Popmusik in die Songs von Chris Martin und seinen Bandkollegen von Coldplay geschlichen. Wer am Anfang an von Coldplay begeistert war, hat sich bereits beim letzten Album "Viva La Vida[...]" von der Band abgewandt. Mit "Mylo Xyloto" veröffentlicht die Band nun ihr fünftes Studioalbum und werden hiermit wohl eher keinen Fan der ersten Stunde so richtig begeistern können.
Der Titel "Mylo Xyloto" hat bereits Wochen vor der Veröffentlichung für Fragezeichen in den Gesichtern gesorgt. Niemand wusste was diese kryptische Buchstabenreihenfolge zu bedeuten hat - nicht einmal Coldplay selbst. Sie waren auf der Suche nach einem Albumtitel, den man ganz einfach in eine Suchmaschine eingeben kann und keinerlei Ergebnisse geliefert bekommt. Das ist ihnen gelungen. Nun finden sich nur Ergebnisse, die mit der Band und/oder dem Album zu tun haben.
Musikalisch hält sich das fünfte Studioalbum am bekannten Coldplay-Sound fest. Das liegt vorrangig natürlich an der dominanten Stimme von Chris Martin, welche man unter tausenden erkennen würde. Aber auch die Synthesizer sind nichts neues für Coldplay . Was aber wieder fehlt sind die Gitarrenparts, wie sie besonders bei den ersten Alben überzeugt haben. Sind die Singles "Every Teardrop Is A Waterfall" und "Paradise" echte Chartknaller, enttäuscht der gemeinsame Song mit Rihanna "Princess Of China" besonders. Wenn diese Künstler zusammenarbeiten, erwartet man einfach mehr. Leider auch vom Rest des Albums.
1. Mylo Xyloto
2. Hurts like Heaven
3. Paradise
4. Charlie Brown
5. Us against the World
6. M.M.I.X
7. Every Teardrop Is a Waterfall
8. Major Minus
9. U.F.O.
10. Princess of China
11. Up in Flames
12. A Hopeful Transmission
13. Don’t Let it Break Your Heart
14. Up with the Birds
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