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Eigenwillige Musik aus Hamburg
Hinter Phantom/Ghost verbirgt sich hauptsächlich Dirk von Lowtzow, der in Hamburg und Deutschland größtenteils durch seine Band Tocotronic bekannt geworden ist. Mit seinem neuen Projekt versucht er nun, eine ganz andere Schiene zu bedienen. Viele Liebhaber von einfacher elektronischer Musik werden sich z. B. über den permanenten Atari-Sound freuen, der sich irgendwie und in irgendeiner Form immer latent durch die ganze Platte zieht.
Sowieso ist die ganze Scheibe extrem gewöhnungsbedürftig. Eventuell bedarf es mehrerer Sessions, um die gesamte Komplexität, falls das überhaupt beabsichtigt war, zu erfassen. Zumindest hat der Tocotronic-Mastermind es geschafft, etwas sehr Eigenwilliges zu kreieren.
So wird man immer wieder von neuen Einflüssen und Spielarten überrascht. Und selbst das gewöhnungsbedürftige Englisch von Dirk von Lowtzow scheint sich etabliert zu haben und klingt mittlerweile gar nicht mal schlecht. Das liegt aber eher daran, dass man so was von Phantom/Ghost inzwischen erwartet. "To Damascus" bedient diese Erwartungen gekonnt und spielt mit verschiedenen Variationen. Immerhin eine sehr interessante Platte. Im Endeffekt aber wohl doch nur eine Weiterentwicklung eines Projektes, dass es nicht schaffen wird, über eine kleine Gruppe von eingefleischten Fans hinauszukommen.
Playlist
01. To Damascus
02. Born With A Nervous Breakdown
03. St. Lawrence
04. My Secret Europe
05. Laudanum
06. Sticky Paws
07. Intermission
08. Thank God It's Judgment Day
09. Nothing Is Written
10. Nothing Is Written (Video)
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