Jungpoetischer Star
Adam Greene ist der kommende Star der Jungpoesie und konnte bereits 2004 mit seinem Album "Friends of Mine" überzeugen. Die neue Platte "Gemstones" knüpft dort allerdings nicht an, sondern stellt einen komplett neues Adam Greene dar. Man könnte meinen, er habe sich neu erfunden. Jedenfalls hat er eine CD für Freunde der skurillen Texte und Töne gezaubert. Das ist jedenfalls schon mal neu.
In Sachen Musik wurde bei "Gemstones" auf verspielten Ballast verzichtet. Vielmehr beschränkt sich Greene darauf, den Hörer durch knifflige Arrangements und häufige Stilwechsel immer wieder zu überraschen. Hat man sich erst an eine Stimmung gewöhnt, folgt schnell die nächste. Kaum Zeit zum Verschnaufen also.
Mit "Gemstones" ist Adam Greene eines bereits gelungen: Er lässt sich in keine Schublade packen und bedient keine Erwartungshaltungen. Vorurteile sind also nicht nur unangebracht, sondern völlig sinnlos. Greene muss man erlebt oder zumindest gehört haben. Vorgefertigte Meinungen funktionieren hier jedenfalls nicht.

