
Selfmade Album!
Shelby Lynne hat alle Titel auf ihrem neuen Album Identity Crisis selbst geschrieben, gesungen und produziert. Auch die Gitarrenparts hat sie in Eigenregie eingespielt. Der Titel dieses achten Albums seint wie ironische Anspielung auf Lynnes von Stilwechseln gekennzeichnete Laufbahn. Dieses Album der Extraklasse kann jedenfalls nicht gemeint sein. Ihre Texte sind so persönlich, dass man sich hier und da fast wie ein Voyeur fühlen muss.
Identity Crisis ist einfach produziert und klingt, als wäre es aus einer Laune heraus im Wohnzimmer von Shelby Lynne aufgenommen worden, quasi eine Zusammenstellung von Demos für ein neues Album, bevor ein Producer mit großem Namen alles zunichte macht. Lynnes Stimme, entspannt, sicher und ausdrucksstark wie immer, wird unterstützt durch Kontrabass, Gitarren, E-Piano und Percussion.
Die sehr ruhige Stimmung wird nur an wenigen Stellen durchbrochen, etwa durch "Gotta Be Better", den Gospelrefrain von "10 Rocks" oder "Lonesome", einen herrlichen Titel mit Nashville-Patina, der mit in mehreren Spuren aufgenommenem Gesang und einem Streicherteppich an Patsy Cline gemahnt. Einem Gerücht zufolge entstand das schöne, optimistische Stück "One With The Sun", das den Abschluss bildet, nach einem langen Telefongespräch mit Willie Nelson.
01. Telephone
02. 10 rocks
03. If I were smart
04. Gotta be better
05. I don't think so
06. I'm alive
07. I will stay
08. Lonesome
09. Evil man
10. Buttons & beaus
11. Baby
12. One with the sun
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