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CD Kritik vom 10.01.2005

the Donnas: Gold Medal

the Donnas: Gold Medal | CD Kritik
the Donnas
Gold Medal

Da kippen die Männer...

Es dürfte zu den heißest erwarteten Rock-Alben des Jahres gehören und weiß Gott nicht nur unter den männlichen Anhängern, die dafür bekannt sind, dass sie bei einem the-Donnas-Konzert jede Beherrschung fallen lassen. Nein, the Donnas räumen rundum ab, und das erst recht seit ihrem Atlantic-Debut "Spend The Night" von 2002. Jetzt haben sie ihr sechstes Piece of Power fertig, und es heißt "Gold Medal."

Für the Donnas bezeichnet Gold Medal nicht nur eine Steigerung des bisher erreichten, es markiert auch einen neuen Anfang. Angefangen damit, dass das Ramones-artige Namensspielchen nun endlich ein Ende hat. Donna A., Donna C., Donna F. und Donna R. sind nun die, die sie sind: Brett Anderson, Torry Castellano, Maya Ford, Allison Robertson. Nach nahezu einem Jahrzehnt 'lustigen' Versteckspiels wurde das Korsett mit den Pseudonymen schließlich zu eng. "Wir sind echte Menschen," so Anderson. "Wir sind keine fiktiven Figuren. Wir haben mit den the Donnas in der High-School angefangen, aber wir sind schon lange nicht auf der High-School." Auf "Gold Medal" sind the Donnas auch musikalisch eigenständige Persönlichkeiten, die weit über ihre Ramones/AC-DC/Kiss-Starightforwardness hinausgewachsen sind. Von Dolly Parton bis zu den Stones, von Bikini Kill bis Cult, von .38 Special bis zu den Beatles - Einflüsse für Gold Medal findet man zuahuf, wenn man sie sucht. "Wir sind eine Band mit Zillionen Einflüssen," erläutert Ford, "aber wir haben die wenigsten davon bisher einfließen lassen. Also haben wir auf Gold Medal alles reingebracht, was wir lieben."

Eines der Ziele war, einerseits so straightforward zu sein, wie man es von the Donnas gewohnt war, andererseits aber auch den künstlerischen Rahmen zu erweitern. Ein Song wie das dunkle Revolver zum Beispiel, oder der dahingleitende Titelsong Gold Medal sind daher komplexer als alles, was man von ihnen so gewohnt ist. "Wir haben alle alten Vorgaben einfach rausgeworfen," so Bassfrau Maya. "Wir haben uns gesagt: 'Lasst uns mal von vorn anfangen. Lasst uns mal alles machen, was uns nur einfällt und uns nicht weiter einschränken'. Es wurde einfach Zeit, Sachen auszuprobieren, die wir vorher noch nie gemacht haben. Klar klingt das wie ein Klischee," ergänzt Allison. "Aber ich glaube wirklich, dass the Donnas mit diesem Album erwachsen werden."

Playlist:

01. I Don't Want To Know (If You Don't Want Me)
02. Friends Like Mine
03. Don't Break Me Down
04. Fall Behind Me
05. Is That All You've Got For Me
06. It's So Hard
07. The Gold Medal
08. Out Of My Hands
09. It Takes One To Know One
10. Revolver
11. Have You No Pride
12. Fall Behind Me (Video)

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