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10 mal neu interpretiert
Vom Erfolg von "Neues Spiel" holt Stefan Gwildis zum zweiten Album-Schlag aus. Mit seiner Interpretation von 10 Soul-Klassikern (z. B. "I heard it through the Grapewine (Das kann doch nicht dein Ernst sein)" wagt er sich mit einem nicht so leichten Konzept wohl ein wenig zu weit aus dem Studiofenster. Will sagen: Diesmal gelingt ihm kein so rundes Album wie beim ersten Versuch. Zwar ist die Kreativität bemerkenswert, aber das allein zählt eben nicht.
So erlebt man eher unbefriedigende Sprachbilder und auch die Arrangements sind nicht immer das Gelbe vom Ei. Das sind aber genau die Dinge, die "Neues Spiel" zum echten Erfolgsalbum gemacht haben. So gesehen kann Stefan Gwildis sein sicherlich hervorragendes Potential nicht 100%ig zur Geltung bringen. Und dafür gibt es eigentlich nur eine Aussage: Schade... Nichtsdestotrotz liefert er ein im Gesamtbild nicht ganz schlechtes Album ab.
Was dann wieder sehr hörenswert ist, sind die 4 Eigenkompositionen, bei den Gwildis zu gewohnter Stärke zurückfindet. Eigentlich also ein eher versöhnlicher Abschluss. Insgesamt geht es also auch bei "Nur wegen dir" eher gewohnt gefühlvoll zu. Das ist dann ja auch schon mal was. Warten wir auf den nächsten Wurf des Hamburgers. Vielleicht versöhnt er uns dann wieder mit seiner zweifellos eigentlich hochwertigen musikalischen Kunst.
Playlist
01. Das kann doch nicht dein Ernst sein
02. Nur wegen Dir
03. Bleib so wie Du bist
04. Wunderschönes Grau
05. Neues Spiel
06. Große Freiheit
07. Wir haben doch jeden Berg geschafft
08. Es kommt eine Zeit
09. Dein Herz ist ein einsamer Jäger
10. Tu doch was
11. Das war so doch nicht geplant
12. Mama mag ihn
13. Nur in meinen Gedanken
14. Du bist so wundervoll
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