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CD Kritik vom 21.03.2005

Beck: Guero

Beck: Guero | CD Kritik
Beck
Guero

11 Jahre nach "Loser"

Noch jung ist es, das Musikjahr 2005. Doch dürfte bereits jetzt feststehen, dass das neue Album von Beck nicht nur die Frühjahrssaison entscheidend prägen, sondern auch im trüben November noch für reichlich Licht in vielen Jahresbestenlisten sorgen wird. "Guero" heißt das gute Stück, Beck hat selbst gemeinsam mit den bewährten Dust Brothers (aka John King und Michael Simpson) produziert, als Gäste erfreuen ihn und uns u.a. Jack White (auch als Co-Autor von "Go It Alone"), Drummer Joey Waronker (R.E.M.), als Sängerin Petra Haden (Charlie's Tochter und ex-That Dog), Money Mark an der Orgel, Smokey Hormel (Tom Waits) an der Gitarre, die Scratch-Meister King Gizmo und EZ Mike an den Turntables sowie eine gewisse Kurisuti-Na als "girl" in "Hell Yes".

Mit der Slacker Hymne "Loser" aus seinem 1994 erschienenen Erstlingswerk "Mellow Gold" bewies Beck bereits, dass sich alte und neue Musikrichtungen sehr wohl und vor allen Dingen überzeugend verbinden lassen. Beck entwickelte sich so vom ehemaligen Underground-Musiker auch in der "Mainstreamer"-Szene zur festen Größe, stieß in die Top 20 der deutschen Single Charts vor und konnte weltweit Top Positionen erreichen.

Beck, geboren und aufgewachsen in Los Angeles, spielte bereits als Teenager Acoustik-Gitarre. Zunächst von amerikanischem Folk und Delta Blues inspiriert, beschäftigte er sich intensiv mit der Musik von Fred McDowell, Woody Guthrie und anderen traditionellen Folk- und Bluesgrößen. Erst nachdem er nach New York gezogen war und die East Village Anti-Folk Szene kennenlernte, fand er seine eigentliche Berufung. Leider wurde die Anti-Folk Bewegung der späten Achtziger kaum dokumentiert. Der Sound, eine Mischung von ästhetischem Punk mit Rootselementen, verhalf dem traditionellen Folk, sich von den Klischees der Sechziger zu befreien. Durch Anti-Folk entdeckte Beck, dass dem Inhalt eines Songs keine stilistische Grenzen gesetzt sind.

Playlist:

01. E-Pro
02. Que' onda guero
03. Girl
04. Missing
05. Black Tambourine
06. Earthquake Weather
07. Hell Yes
08. Broken Drum
09. Scarecrow
10. Go It Alone
11. Farewell Ride
12. Rental Car
13. Emergency Exit
14. Send A Message To Her

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