
Fraktale Fälschungen
Musik kann manchmal so herrlich erfrischend sein, wie ein Sprung ins kalte Wasser. Das fünfte Album der Heidelberger Combo um Mastermind Pit Baumgartner swingt, jazzt und grooved, dass es eine wahre Freude ist. Ganz unverfroren gibt die Band dabei zu, sich frech und frei des "Fälschen" zu bedienen und mixt sich durch die Jahrzehnte der Musikgeschichte. Herausgekommen ist ein Pop Album allererster Güte, intelligent und perfekt arrangiert mit teilweisen neuen, überraschenden Tönen.
"Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann bleibt man nicht so, wie man gestern war" erklärt Baumgartner die für De-Phazz Verhältnisse ungewohnt eingesetzten Gitarrenklänge, wie im herrlich melancholischen Opener "Un Ange passe". Sind die ersten Songs leicht und zart ("Excursion En Mer"), überraschend verspielt (Depression Royal", "Astrud Astronette") ziehen in der zweiten Hälfte des Albums die Beats deutlich an ("Who the Pop Cares", "Make Heaven My Home", Garbo Goodbye") und werden im Sommer die Tanzböden der Clubs vibrieren lassen.
Wenn Karl Frierson swingt und Pat Appleton grooved, beginnen selbst Hüftsteife wie ich, mit den Flanken zu wanken! (Kai Hockenjos)
01. Un ange passe
02. Waste Of Words
03. Astrud Astronette
04. Stumble
05. Depression Royal
06. Eternity Is...
07. Rise & Shine
08. Excursion en mer
09. Love Is Natural
10. Car Eats Town
11. Keep It Simple
12. Who The Pop Cares?
13. Backstreets Of My Mind
14. Multicolored Destiny
15. Make Heaven My Home
16. Message To The Cool
17. Close To Jazz
18. Garbo Goodbye
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