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En francais s'il vous plait!
Neo-Chansonnier, Kind der Nouvelle-Vague und ganz vorne mit dabei wenn es darum geht das französische Liedgut zu fördern, hatte Monsieur Biolay dennoch genügend Muße wieder ein eigenes Album auf den Markt zu schmeißen. Et c'est très bien!
Gerade mal Anfang 30 ist der Herr Biolay aber kann schon Name-Dropping betreiben wie ein Großer. Chiara Mastroianni zum Beispiel ist seine Angetraute, Coralie Clément deren Solokarriere gerade steil nach oben geht ist seine Schwester und Francoise Hardy hat es ihm zu verdanken in Frankreich noch immer einen respektablen Musiker-Namen zu führen, wie es auch kaum sonst eine französische Produktion der letzten Jahre gibt in der Benjamin seine Finger nicht mit im Spiel hatte. Trotzdem konnte er genügend Zeit erübrigen um mit dem 2001 erschienenen Rose Kennedy bei Les Victoires de la musique 2002 das beste Debüt-Album vorzulegen und seitdem noch zahlreiche Titel und Produktionen abzuliefern, die sich Künstler wie Juliette Gréco, Valérie Lagrange und die bereits erwähnte Francoise Hardy für ihr Comeback ans musikalische Revers heften durften.
Nun jedoch ist mit A l'Origine ein Album auf den Markt gekommen dass dem Namen Benjamin Biolays noch deutlicher Rechnung trägt. Titelgetreu geht es hier fast ohne Schnörkel zur Sache, auch vor rockigen Tönen macht der in der Nähe von Lyon Geborene nicht Halt und versucht sich auf den insgesamt 14 Titeln an seine kreativen Wurzeln, prägende Stile seiner Jugend und die musikalische Herkunft als solches zu halten. Hier ein Gitarrenriff, da ein Sprechgesang, dort ein Synthesizer und über allem eine französische Grundstimmung des Savoir Vivre wie man sie wohl mit der Muttermilch aufgesogen haben muss oder von den asphaltierten Straßen Paris klaubt.
Festgenagelte Schubladenfächer sind hier fehl am Platze – alles erscheint wie eine Mischung aus Gilbert Becaud, neuerlicher Lounge-Atmosphäre und avantgardistischem Filmsoundtracks wie man sie sonst nur bei Stephan Eicher vorfindet. Freunde des frankophonen Popsounds werden also in jedem Falle auf ihre Kosten kommen.
Anspieltipps sind die Titel: 06 "Dans Mon Dos", 12 "Adieu Triste Amour" und 14 "Mes Peines de Coeur".
Playlist
01. A l'origine
02. Mon amour m'a baisé
03. Ma chair et tendre
04. Même si tu pars
05. Ground Zero Bar
06. Dans mon dos
07. L'histoire d'un garçon
08. Cours !
09. Paris / Paris
10. L'appât
11. Me voilà bien
12. Adieu triste amour
13. Tant le ciel était sombre
14. Mes peines de coeur
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