
Innovativer Swing
Paul Anka hat bereits eine mehrere Jahrzehnte umspannende Karriere hinter sich und Songs geschrieben für Leute wie Frank Sinatra oder Tom Jones. Während er den meisten Menschen als ultimativer Schnulzensänger bekannt ist, kann der Swing-Crooner aber scheinbar auch ganz anders. Bester Beweis ist das aktuelle Album "Rock Swings", mit dem Anka das bisher interessanteste Konzeptwerk des Jahres vorlegt.
Das liegt u. a. daran, dass Neuinterpretationen wie "Smells like Teen Spirit" von Nirvana oder "Jump" von Van Halen dank Anka jetzt zum gepflegten Tanztee oder einem geselligen Abend beim Nobel-Italiener passen. Zwar haben sich z. B. auch schon Robbie Williams oder auch kürzlich Michal Bublé sehr erfolgreich dem Thema Swing gewidmet. Sich allerdings den ultimativen Rocksong der vergangenen 20 Jahre (siehe Nirvana) rauszupicken und den tatsächlich zum Swing-Titel umzubauen, das hat schon was revolutionäres.
Und das beste an dem ganzen ist, dass es auch noch verdammt gut klingt. So gesehen hat sich Anka meiner Meinung nach hier selbst übertroffen und nach 50 Jahren Musikbusiness eine ungeheuerliche Wandlungsfähigkeit an den Tat gelegt. Da der gesamte Output auch noch extrem locker und lässig rüberkommt, kann man nur eine Schlussfolgerung ziehen: Der Man hat sich mit viel Spaß einen echten Traum erfüllt. So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein.
01. Eye Of The Tiger
02. Jump
03. Everybody Hurts
04. Wonderwall
05. Black Hole Sun
06. It's My Life
07. It's A Sin
08. True
09. Smells Like Teen Spirit
10. Hello
11. Eyes Without A Face
12. Lovecats
13. The Way You Make Me Feel
14. Tears In Heaven
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