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CD Kritik vom 25.04.2005

Tears For Fears: Everybody Loves A Happy Ending

Tears For Fears: Everybody Loves A Happy Ending | CD Kritik
Tears For Fears
Everybody Loves A Happy Ending

Meister der Arrangierkunst

Nicht weniger als fünfzehn Jahre sind seit dem letzten Geniestreich von Tears For Fears alias Roland Orzabel und Curt Smith vergangen. Nun sind die Meister der Arrangierkunst zurück und haben messerscharf kombiniert: Everybody Loves A Happy Ending. Wir auch.

Wenn sich erfolgreiche Musiker-Duos trennen um auf separaten Solopfaden zu wandeln ist das fehlende Glied in der Kette meist deutlich hörbar. Das war schon bei den Pilzköpfen John Lennon und Paul McCartney so, das hat sich bei The Smiths bewahrheitet und wird auch noch so bei allen anderen Formationen so sein die in Zukunft getrennte Wege gehen. Genau die unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen die dazu führen dass sich langjährige Weggefährten überschlagen oder etwas einzig eigenes auf die Beine stellen wollen, ergeben in der Kollaboration genau die richtige Mischung die sie so erfolgreich haben werden lassen.

Musik aber kann man nicht mit Sachen wie Spaghetti Bolognese vergleichen, die ja auch niemand trennen wollte. Gestehen wir den Künstlern also ruhig zu, dass sie einmal ausprobieren möchten, wie das eine oder andere schmeckt und freuen uns umso mehr, wenn Sie nach kurzen oder längeren Zeitabschnitten feststellen, dass es auf die Nudeln auch ruhig mal wieder etwas Soße sein darf. Und frei nach dem Motto, es muss zusammen was zusammen gehört, Ende gut alles gut haben Tears For Fears ihr Album auch gleich mit einem Augenzwinkern für die potentielle Käuferschaft betitelt: Everybody Loves A Happy Ending.

Nun wollen wir natürlich nicht hoffen, dass hiermit bereits das offizielle Ende der Bandgeschichte eingeläutet wird, sondern spekulieren auf "happily ever after" denn die nun vorgelegten 14 Titel klingen deutlich nach mehr! Schon der Opener und Titelsong ist mit seinen Beatles-Anleihen ein Gute-Laune-Garant wie er im Buche steht, gefolgt vom balladesken "Closest Thing To Heaven", dem frisch-fröhlichen "Call Me Mellow", oder dem rockigen "Quit Ones". Was das Album aber auszeichnet sind diese kraftvollen und zugleich melancholischen Pop-Perlen wie sie nur die Erschaffer der Seeds Of Love abliefern können.

Anspielbeispiele hierfür wären die Tracks 05 "Who killed Tangerine", 08 "Devil" und 10 "Killing Time".

Playlist:

01. Everybody loves a happy ending
02. Closest thing to heaven
03. Call me mellow
04. Size of sorrow
05. Who killed tangerine?
06. Quiet ones
07. Who you are
08. The devil
09. Secret world
10. Killing with kindness
11. Ladybird
12. Last days on earth
13. Pullin' a cloud
14. Out of control

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