
Die Helden sind zurück
Die Berliner Band "Wir sind Helden" stand damit, einen wirklich würdigen Nachfolger zu ihrem 2003er Album "Die Reklamation" zu schaffen, vor einer sehr schweren Aufgabe. Als einer der Vorreiter-Bands der "Neuen Neuen Deutschen Welle" waren die Erwartungen vor allem des Publikums entsprechend hoch und auch sonst jede/r andere, irgendwie in das Thema Musik involvierte, wusste, dass es Großes zu erwarten galt.
Ob das geklappt hat? Darauf ein klares "Jein". Das Album "Von hier an blind" ist mit Sicherheit eines der aktuellen Top-Werke in deutschen Landen. Nicht umsonst schoss die CD bereits am ersten VÖ-Tag auf Platz 1 bei den Amazon.de-Verkaufscharts. In den offiziellen deutschen Charts wird es sicher ein ähnliches Bild geben. Aber wer solche Übersingles wie "Denkmal" oder "Müssen nur wollen" findet, wie es sie auf dem ersten Album gab, der wird enttäuscht sein. "Von hier an blind" hat sehr gute Songs an Bord, leider aber keinen dieser unglaublich genialen Songs, mit denen "Wir sind Helden" aus der Masse hervorstechen und einen neuen Trend in der deutschen Musik lostreten konnten.
Dennoch sollte man zumindest als Fan des Genres die Platte im CD-Regal stehen haben. Immerhin hat diese Band Geschichte geschrieben, als sie 2003 einen neuen Trend in der Musikszene entdeckte und mit der eigenen Musik aus dem Under- in den Overground brachte. So gesehen muss man diese vier "Legenden" ein wenig in Schutz nehmen. Es ist schwer, gegen ein eigenes "Denkmal" anzukommen. Und wie alle Bands mit einem kometenhaften Aufstieg haben auch die "Helden" das Problem, den sehr hohen Erwartungen gerecht zu werden. Zu 80% sollte ihnen das jedoch gelungen sein.
01. Wenn es passiert
02. Echolot
03. Von hier an blind
04. Zuhälter
05. Ein Elefant für dich
06. Darf ich das behalten
07. Wütend genug
08. Geht auseinander
09. Zieh dir was an
10. Gekommen um zu bleiben
11. Nur ein Wort
12. Ich werde mein Leben lang üben, dich so zu ...
13. Bist Du nicht müde
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