
Großes Fragezeichen
Mit ihrem neuen Album "The Unquestionable Truth Part 1" haben Limp Bizkit eine recht eigensinnige Scheibe abgeliefert. Wer da mit normalen Erwartungshaltungen rangeht, wird vermutlich bitter enttäuscht werden. Zunächst ist die CD mit nur 29 Minuten von der Länger her wirklich unter aller Kanone. Zweitens hat der Weggang von Drummer John Otto bedauerlicherweise den Groove nach unten gezogen und das hört man an vielen Stellen leider viel zu deutlich.
Fred Durst versucht hier und da zu singen, was ihm nicht so richtig gut gelingen will. Wes Borland ist zwar wieder zurück, doch als Einstiegsgeschenk malträtiert er seine Gitarre so richtig fies und dementsprechend klingt das alles auch irgendwie anders. Was genau sich die Band nun dabei gedacht hat, das sei mal dahingestellt.
Bis auf das hiphopproduzierte "The Key" und den Rausschmeißer-Song "The Surrender" geht es im Stil sehr früher Sachen von Helmet oder Rage Against The Machine heftig zur Sache. Nur "The Story" kann vielleicht noch an alte Tage erinnern, ansonsten klingt der Ofen, als wäre er aus. Sollte diese Scheibe ein kommerzieller Erfolg werden, könnte das durchaus überraschen. Ob man neue Fans dazugewinnt, erscheint zweifelhaft. Und die alten Fans... die werden sicher auch nicht so richtig viel zu lachen haben.
01. The Propaganda
02. The Truth
03. The Priest
04. The Key
05. The Channel
06. The Story
07. The Surrender
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