
Rock statt Demo
Da fragt man sich zunächst: "Wer ist denn Madsen?" Einfach zu beantworten. Madsen sind drei Brüder und ihre beiden Kumpels aus dem Wendland. Angetreten sind sie, um Punkrock-Geschichte zu schreiben. Und während ihre Freunde sich überwiegend mit Demonstrationen gegen die in den letzten Jahren zahlreichen Castor-Transporte in ihrer Heimat beschäftigt haben, übten Madsen im Keller kräftig an ihrem Repertoire.
Der Plattenvertrag beweist zumindest, dass jemand das schon mal gut fand. Warum auch nicht? Deutsche Musik ist im Trend und Gitarren gehen sowieso immer. Und in der Tat hat das Quintett einiges aus sich gemacht. So ist das erste Album "Madsen" eine Platte in Garagen-Rock-Tradition: Gradlinig, ziemlich laut und etwas ruppig. Dennoch aber durchaus hörbar. Man will ja nicht in der reinen Punkrock-Ecke verschwinden.
Insgesamt 11 Titel zeugen von Ernsthaftigkeit und Sendungsbewusstsein, gepaart mit den schon erwähnten recht ruppigen Einflüssen. Das scheint Methode zu haben, schließlich bleibt einiges dabei hängen. Und wie sagte schon Herbert Grönemeyer? "Ich mag Musik nur wenn sie laut ist!" Laut geht es hier in der Tat zu. Mal abwarten, was dabei letztendlich so übrigbleibt.
01. Vielleicht
02. Immer mehr
03. Die Perfektion
04. Unsichtbar
05. Diese Kinder
06. Immer wieder
07. Panik
08. Im Dunkeln
09. Lüg mich an
10. Mein Therapeut und ich
11. Wohin
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