Fan von Pooltrax bei Facebook werden
Pooltrax bei Twitter folgen
Pooltrax RSS Feed abonnieren
CD Kritik vom 30.05.2005

Rob Thomas: Something To Be

Rob Thomas: Something To Be | CD Kritik
Rob Thomas
Something To Be

Matchbox 20-Sänger auf Solopfaden

Nach drei überaus erfolgreichen Alben mit dem Mutterschiff Matchbox 20 wandelt Rob Thomas auf Solopfaden und gibt sich atmosphärisch autark, aber wie immer ganz großartig.

 

Die einzige Vorgabe sei gewesen nicht einfach ein Matchbox 20-Album mit anderen Musikern aufzunehmen. – Ein interessantes Unterfangen, ist doch jedem Radiohörer der westlichen Hemisphäre bekannt dass der gute Herr Thomas nicht nur optisch den Frontman seiner Formation gibt, sondern ihr auch musikalisch den Lebensatem einhaucht. Dennoch sind für besonders gespitzte und geschulte Ohren Unterschiede im nun vorliegenden Solowerk Something To Be zu erkennen. Schon die Latinsoul anmutende Single „Lonely No More“ wäre unter anderen Vorzeichen sicher noch eine Spur rockiger dahergekommen und ist somit vielleicht der einzige Streitpunkt über die andersartige Klangfärbung des Longplayers, die Rob diesmal seinen Gästen wie Gitarrist Mike Campbell (Tom Petty), Schlagzeuger Gerald Hayward (Mary J. Blige) oder John Mayer verdankt.

 

Immerhin, um seine Fans nicht gänzlich zu enttäuschen gibt es gleich zu Beginn rhytmische Kracher in altbewährter Manier. „This Is How A Heart Breaks“ dient als Opener auch gleich als ein kleines Versprechen auf die noch kommenden Titel. Selbige lassen abgesehen von „I Am An Illusion“ an Drive zwar etwas nach, weisen jedoch noch einmal deutlich Thomas’ Songwriter-Qualitäten und Text-Talent aus, wie auch „When The Heartache Ends“ auf leisere Töne setzt.

 

„Something To Be“ – ausgerechnet der Namensgeber für die insgesamt 12 Titel zeigt dann jedoch am deutlichsten aus welchem Holz Rob geschnitzt. Hier sind sie wieder vereint die Thomas’sche Dramatik, die Dynamikwechsel die versetzten Betonungen und die stilistischen Breaks, wie wir sie von Matchbox 20 her kennen und lieben, wäre da nicht die mangelnde Erdung, das fehlende Yang kurzum der Ausgleich der den lyrischen Held vor allzu großer Theatralik bewahrt die aus dem Eff-Eff zu kommen scheint. Ein wenig schade ist das schon, der Mann kann schließlich was und hat auf „Something To Be“ nur einen einzigen Fehler begangen: Sich Mitmusiker zu suchen mit denen allzu gut harmoniert, statt die Reibung zu suchen und zu fördern. Aber gut, schließlich ist es Soloalbum und beinhaltet was drauf steht: Rob Thomas pur und ohne Extras. Das macht sich immer noch supi im Plattenregal und für die melancholischen oder verträumten Momente im Leben und ist mit dem Bandprojekt daher eigentlich nicht zu vergleichen, wertet dieses aber dennoch deutlich auf. Erinnert ein wenig Vanille-Eis. Schmeckt pur schon lecker, ist aber noch besser mit Erdbeeren und frischer Schlagsahne.
Playlist:

01. This Is How A Heart Breaks
02. Lonely No More
03. Ever The Same
04. I Am An Illusion
05. When The Heartache Ends
06. Something To Be
07. All That I Am
08. Problem Girl
09. Fallin' To Pieces
10. My, My, My
11. Streetcorner Symphony
12. Now Comes The Night

Dir gefällt diese Seite? Dann verpass auch in Zukunft keine Neuigkeiten mehr und werde unser Fan bei Facebook oder folge uns bei Twitter. Diskutiere über das Thema dieser Seite in unserem Musik Forum oder informiere dich über aktuelle CD Neuerscheinungen, DVD Kritiken, Mp3 Downloads, Charts und viele andere Themen.
Du bist zurzeit auf den Seiten von Pooltrax, deinem Magazin für Musik, Charts und Mp3 und liest die CD Kritik "Rob Thomas: Something To Be". Mehr CD Kritiken und CD Neuerscheinungen aus der deutschen und internationalen Musikszene findest du übrigens auch in unserem großen Archiv.

Keine Neuigkeiten mehr verpassen!

TraxBox Download
Lass dir ständig aktuelle Neuigkeiten auf deinem Bildschirm einblenden - zu jeder Zeit, kostenlos und ohne Registrierung, kinderleicht und schnell installiert.

Hier geht's zum Download der aktuellen TraxBox
Du liest » Rob Thomas: Something To Be « CD Kritik