Fan von Pooltrax bei Facebook werden
Pooltrax bei Twitter folgen
Pooltrax RSS Feed abonnieren
CD Kritik vom 30.05.2005

Daniel Powter: Daniel Powter

Daniel Powter: Daniel Powter | CD Kritik
Daniel Powter
Daniel Powter

Langweiliges Debüt

In den Radio-Charts zelebriert der kanadische Songwriter gerade den „Bad Day“, dabei hat er in Anbetracht seines abwechslungsreichen Debütalbums sicher gerade eher das Gegenteil zu durchleben.

 

„Bloß nicht festlegen, und schon gar nicht auf dem ersten Album“, muss sich Daniel Powter gedacht haben als er die Trackauswahl für sein Debüt zusammengestellt hat. Und so sind dann Käufer, die via Radio-Dauerrotation von „Bad Day“ auf den jungen Kanadier aufmerksam wurden denn wohl auch überrascht, was sich auf dem selbstbetitelten Erstling des Kanadiers so alles findet.

 

Während der Opener „Song 6“ noch relativ smooth und friedlich daherkommt, ist „Free Loop“ eine poppige Piano-Nummer gefolgt von von der bereits bekannten Single. Dann aber geht’s plötzlich rund auf dem gerade mal 10-Track starken Album und Powters Stimme samt Arrangement verlieren sich bei „Suspect“ in einen AC/DC-Song; nur ohne Kreischgitarre und durchgestampften Beat, um beim anschließenden „Lie To Me“ in eine pianolastige Matchbox-Twenty-Nummer abzudriften. „Jimmy Gets High“ ähnelt in langsamerer Form wieder schwer der Single, bevor Styrofoam den Akzent dann endgültig auf das Singer/Songwriter-Merkmal setzt, welcher das Album in „Hollywood“, „Lost On The Stoop“ und „Give Me Live“ ausklingen läßt.

 

So vielschichtig der Plan aber auch gewesen sein mag, bleibt das Album irgendwie halbgar und bewegt sich nur an der Oberfläche mit Radio- und Fahrtstuhltauglichen Geplänker, sieht man von den beiden Ausnahme-Erscheinungen „Suspect“ und „Lie To Me“ einmal ab, die sich dadurch aber nicht so recht ins Bild fügen lassen wollen. Möglicherweise wurde Powters offensichtliches Potential hier etwas verkaufsfördernd gedeckelt, möglicherweise fehlt es dem jungen Mann aber auch noch an Selbstvertrauen und einer wirklichen Eigenheit. Dieses Debüt jedenfalls wird relativ schnell zurück im Regal und schließlich in Vergessenheit geraten. Aber vielleicht braucht ein Künstler auch den herben Rückschlag um sich aus der Durchschnittlichkeit zu erheben und beim nächsten Mal mehr Herzblut zu opfern. Ich drücke die Daumen.
Playlist:

01. Song 6

02. Free loop

03. Bad day

04. Suspect

05. Lie to me

06. Jimmy gets high

07. Styrofoam

08. Hollywood

09. Lost on the stoop

10. Give me life

Dir gefällt diese Seite? Dann verpass auch in Zukunft keine Neuigkeiten mehr und werde unser Fan bei Facebook oder folge uns bei Twitter. Diskutiere über das Thema dieser Seite in unserem Musik Forum oder informiere dich über aktuelle CD Neuerscheinungen, DVD Kritiken, Mp3 Downloads, Charts und viele andere Themen.
Du bist zurzeit auf den Seiten von Pooltrax, deinem Magazin für Musik, Charts und Mp3 und liest die CD Kritik "Daniel Powter: Daniel Powter". Mehr CD Kritiken und CD Neuerscheinungen aus der deutschen und internationalen Musikszene findest du übrigens auch in unserem großen Archiv.

Keine Neuigkeiten mehr verpassen!

TraxBox Download
Lass dir ständig aktuelle Neuigkeiten auf deinem Bildschirm einblenden - zu jeder Zeit, kostenlos und ohne Registrierung, kinderleicht und schnell installiert.

Hier geht's zum Download der aktuellen TraxBox
Du liest » Daniel Powter: Daniel Powter « CD Kritik