
Der Weg der Nostalgie
Götz Alsmann macht aus Schlagerfeinden Schlagerfreunde. Und selbst wenn das auch nur kurzzeitig funktioniert, kann man sich bei seinem neuen Album "Kuss" richtig amüsieren und die Waffen eine gute Stunde ruhen lassen, denn: Der Mann kennt sich aus mit nostalgischem Liedgut. Das geht in den 40ern los und endet in den 60ern. Eben die goldene Ära des deutschsprachigen Schlagers.
So singt er sich durch 15 Fremd- und 2 Eigenkompositionen und macht aus seiner eigenen Verbundenheit zu dieser längst vergangenen Zeit keinen Hehl. Allein sein Outfit schreit nach mehr Utensilien aus der Zeit des Wirtschaftswunders. Dazu die Rockabilly-Haartolle... herrlich! Man würde ihm auch nur genau die Musik abnehmen, die er hier abliefert. Alles andere wäre einfach unglaubwürdig.
Und so bedient er sich bei Liedgut von Marika Rökk, Chris Howland, Charles Aznavour oder Rosita Serrano. Und obwohl er mit der aktuellen Musikkultur eigentlich gar nichts am Hut hat, kann man ihn doch als einen modernen Musiker bezeichnen, den eigentlich ist das, was er macht, nichts weiter als die hohe Kunst des Remixens. Nur eben ganz anders, als wir das sonst gewohnt sind. Aber solche Perlen müssen von Zeit zu Zeit mal sein, damit man hört, dass es auch noch richtige Musiker gibt.
01. Ganz leicht
02. Dosvedanje
03. Blumen für die Dame
04. Hallo, schöne Frau
05. Ninon
06. Oh, Sarah
07. Roter Mohn
08. Für eine Nacht voller Seligkeit
09. Bevor du schlafen gehst, ruf mich noch an
10. Couscous
11. Sonntags-Melodie
12. Einmal … zweimal … und vielleicht auch dreimal
13. Du trittst meine Liebe mit Füßen
14. Lied ohne Worte
15. Das mach ich mit Musik
16. Geh'n Sie nicht allein nach Hause
17. Dein Kuss von gestern Nacht, mein Schatz
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