Aller guten Dinge sind drei.
Für das mittlerweile dritte Album haben sich meine Lieblingsbriten wieder etwas einfallen lassen, sich neu erfunden und sind ihrem Stil dennoch treu geblieben.
Eine Empfehlung zur ultimativen Lieblingsband zu schreiben hat so seine Tücken. Einerseits ist das neue Album natürlich per se großartig, andererseits will man ja doch etwas aussagekräftiges zum Besten geben ohne zu sehr ins Schwärmen oder Fachsimpeln zu kommen. Turin Brakes machen es mir mit ihrem Neuling Jack In A Box da dennoch relativ einfach. Keiner der insgesamt zwölf neuen Titel klingt schon gehört, trotzdem ist der typische Stil von Olly und Gale deutlich.
Denn während sich meine Lieblingsbriten für das vorangegangene Ether Song noch Inspiration und kreative Hilfe in New York holten, entstand das aktuelle Werk wieder in der englischen Heimat. Neue Erfahrungen flossen mit ein, textlich wie kompositorisch, und zeigen dass die beiden Songwriter, Zweitstimmen-Koriphäen und Dynamik-Könige sich deutlich weiter entwickelt haben.
Los geht’s mit dem Opener „They Can’t Buy The Sunshine“, einer flotten Uptempo-Nummer die – genau wie das gesamte Album – einfach für schönes Wetter prädestiniert ist. Noch flott-rockiger wird’s im folgenden „Red Moon“ das mit hochgradig eingängiger Hookline dringend in größtmöglicher Lautstärke genossen werden sollte. „Forever“ und das anschließende „Asleep With The Fireflies“ entsprechen am ehesten den bekannten melodiösem Gitarrenpop-Nummern von Turin, und auch die Single „Fishing For A Dream“ taugt – nomen est omen – für die eher veträumten Stunden am Tage. Auf „Road To Nowwhere” wird es dann noch einmal kurz etwas theatralisch, dann aber geben sich Olly und Gale ungewohnt: „Over And Over“ mit seinem durchstampften Beat entlehnt sich den dynamischeren Beatles-Nummern, „Building Wraps Around Me“ kratzt an der Grenze zu Country und Folklore und der Namensgeber des Albums „Jack In A Box“ lässt die Hippie-Hymnen der Hair-Generation wieder aufleben.

