
Latin HipRock
Als Support für Snoop Dogg, den Black Eyed Peas, Eminem und 50 Cent konnten sie sich in Deutschland schon etlichen Fans vorstellen. Nun ist ihr Debüt erschienen.
Es sind traurige Zeiten im Musikgeschehen. Eben noch superheiße Chartsürmer versinken im One-Hit-Wonderland, und sämtliche Radiosender rühmen sich das Beste der 80er, 90er und die Sahneschnittchen von heute zu spielen, da sind die hippen Tracks von vorletzter Woche ganz schnell wieder hopp und vergessen, denn Durchschnittshörer will möglichst nah am Zahn der Zeit sein und blickt dabei nur noch selten über den Tellerrand hinaus.
In diesem Phänomen bauen Bands und neue Acts nicht nur zwingend am eigenen Erfolg sondern etablieren statt Originalität eher neue Formen des Crossovers. Linkin’ Park beispielsweise machten neben sich selbst auch die Verbindung von NuRock und Sprechgesang populär, bei den Black Eyed Peas darf beim HipHop/MC-Clash auch wieder richtig gesungen werden und die Shakiras und Aguileras dieser Welt verbannen auch mal nicht-englischsprachiges erfolgreich auf hierzulande verkauften Longplayern.
Inmitten all dieser musikalischen Wechsel- und Aufbruchstimmung kommen nun Flipsyde gerade recht. Sie sind keine gecastete Teenipop-Band aus Übersee sondern haben sich als Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen zusammengefunden und vermengt. So ist ihr aktuell erschienenes Debüt We The People mehr als nur Bassboxen-wummernder HipHop, auch sanfter Latin, harter Rocksound, Gitarrenriffs und weltverbesserungswürdige Texte finden auf dem 12 Track starken Album nebst der Single „Someday“ Platz und verzichten dabei schon mal auf den roten Atmosphäre-Faden.
01. Someday (Album Version)
02. Spun
03. U.S. History
04. Flipside
05. Revolutionary Beat
06. Time
07. No More
08. Train
09. Get Ready
10. Angel
11. Skippin' Stones
12. Trumpets (Album Version)
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