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CD Kritik vom 15.08.2005

Gavin DeGraw: Chariot - Stripped

Gavin DeGraw: Chariot - Stripped | CD Kritik
Gavin DeGraw
Chariot - Stripped

The next big thing

In den USA wurde der J-Records-Star längst mit Platin veredelt, steht mit seiner Single „I Don’t Wanna Be“ an der Spitze der Radio-Charts und tourt durch ausverkaufte Hallen. Und auch hierzulande könnte er mit seinem Debüt Chariot the „next big thing“ werden, auch wenn ihm das gar nicht so wichtig ist.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein Gavin DeGraw ist mit seinen gerade mal 25 Jahre kein gecasteter Schönling am Mikro sondern steht auf der Pyramidenspitze der nächsten Generation von Vollblutmusikern, Songschreibern, Komponisten und Künstlern von deren Welle uns nun die ersten Ausläufer erreichen. Jedenfalls scheint er mit seinem passenderweise als Chariot – zu deutsch Streitwagen – betitelten Debüt-Albums derzeit das Rennen anzuführen.

 

Dabei klingt die Biographie des New Yorkers in Anbetracht seines sich nun einstellenden Erfolges fast schon zu ausgedacht. Im Alter von Acht begann er mit dem Klavierspielen und sang dazu, als Jugendlicher spielte er in Coverbands Klassiker von Sam Cook bis Marvin Gaye, belegte ein Semester an der Musikhochschule in Berklee, langweilte sich und eroberte bei einem Neuanfang in Manhattan nach und nach die dortigen Liveclubs bis sich die Besitzerin vom angesagten Wilson’s als seine Managerin anbot.  Schon kurze Zeit später unterschrieb DeGraw einen Verlagsdeal und veröffentlichte seine im Wilson selbst produzierte 6-Track-EP „Gavin Live“.

 

Bereits 2003 wurde Chariot in den USA erstmals veröffentlicht und ein Jahr später auf Initiative von Gavins Fans mit der zusätzlichen Live-Version Chariot Stripped  vervollkommnet, bevor wir hierzulande auch nur den Hauch einer Ahnung von Gavins musikalischen Qualitäten hatten. Nun jedoch werden uns diese mit den insgesamt 11 Titeln, darunter die rockige Single „I Don’t Wanna Be“ förmlich unter die Nase gerieben und so kann man sich weder den flotteren Soulpop-Grooves noch seinen etwas leiseren Tönen entziehen, die auch textlich ganz oben mitspielen.

 

Anspieltipps der Redaktion sind die Titel: 01 „Follow Through“, 03 „Just Friends“, 05 „Chemical Party“, 08 „I Don’t Wanna Be“ und 11 “Overrated”.
Playlist:

01. Follow through

02. Chariot

03. Just friends

04. (Nice to meet you) Anyway

05. Chemical party

06. Belief

07. Crush

08. I don't want to be

09. Meaning

10. More than anyone

11. Over-rated

(12. Encore: Change is gonna come)

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