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CD Kritik vom 05.09.2005

James Blunt: Back To Bedlam

James Blunt: Back To Bedlam | CD Kritik
James Blunt
Back To Bedlam

Top-Debüt aus England

In Großbritannien als bestes Debüt seit David Gray gefeiert, wird der Longplayer rund um „Beautiful“ nun bei uns erneut veröffentlicht. Zu Recht, denn was der Singer/Songwriter auf seinem Erstling abliefert geht unter die Haut.

 

Ausgefeiltes Songwriting, Metaphorische Texte aus Momentbegegnungen und eine prägnante Stimme sind nur die aushängenden Eckpfeiler des 10-Track starken Debüts von James Blunt. Denn was der Mann mit den Stilmitteln Piano, Gitarre und Gesang wirklich vermag, sind Emotionen in Töne zu verwandeln, die durch das Ohr des Hörers direkt in seine Seele wandern und sich dort verankern wie eine Rankenpflanze die ihre Triebe durch unser gesamtes Sein wachsen lässt.

 

Einen ersten Vorgeschmack hierauf liefert derzeit die deutsche Radiolandschaft, die vom schwermütigen „Beautiful“ gar nicht genug zu bekommen scheint und uns fast täglich mit der traurigen Geschichte konfrontiert wie James in einer U-Bahn den Blick auf seine Seelenverwandte erhascht und dennoch betrüblich feststellen muss, dass er nie mit ihr zusammen sein wird. Doch was in der Zusammenfassung pathetisch anmuten lässt, klingt in der Intonation des 28-jährigen wie ein Aufruf jede Chance des Lebens zu ergreifen und sie mit beiden Händen festzuhalten, bevor man ihr ein Leben lang hinterhertrauert.

 

Nicht immer aber geht es bei Back To Bedlam nur um Liebe als das große reine Gefühl wie bei „Goodbye Lover“, auch Erlebnisse wie bei seinem Einsatz im Kosovo und der einfache Alltag erleben bei James eine durchdachte, fast schon philosophische Wandlung deren tiefgründige Texte nur noch vom Songwriting übertroffen werden, wovon „Wisemen“, „Out Of My Mind“ oder „No Bravery“ zeugen. Und auch die Hommage an einen Heroen wie an Mr. Morrison in „So Long Jimmy“ darf nicht fehlen und spinnt den roten Faden um Sehnsucht und Antizipation verletzter Gefühle weiter.

 

Anspieltipps der Redaktion sind die Tracks: 03 „Wisemen“, „So Long Jimmy“ und „No Bravery“.

Playlist:

01. High

02. Youre Beautiful

03. Wisemen

04. Goodbye My Lover

05. Tears And Rain

06. Out Of My Mind

07. So Long Jimmy

08. Billy

09. Cry

10. No Bravery

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