
Top-Debüt aus England
In Großbritannien als bestes Debüt seit David Gray gefeiert, wird der Longplayer rund um „Beautiful“ nun bei uns erneut veröffentlicht. Zu Recht, denn was der Singer/Songwriter auf seinem Erstling abliefert geht unter die Haut.
Einen ersten Vorgeschmack hierauf liefert derzeit die deutsche Radiolandschaft, die vom schwermütigen „Beautiful“ gar nicht genug zu bekommen scheint und uns fast täglich mit der traurigen Geschichte konfrontiert wie James in einer U-Bahn den Blick auf seine Seelenverwandte erhascht und dennoch betrüblich feststellen muss, dass er nie mit ihr zusammen sein wird. Doch was in der Zusammenfassung pathetisch anmuten lässt, klingt in der Intonation des 28-jährigen wie ein Aufruf jede Chance des Lebens zu ergreifen und sie mit beiden Händen festzuhalten, bevor man ihr ein Leben lang hinterhertrauert.
Nicht immer aber geht es bei Back To Bedlam nur um Liebe als das große reine Gefühl wie bei „Goodbye Lover“, auch Erlebnisse wie bei seinem Einsatz im Kosovo und der einfache Alltag erleben bei James eine durchdachte, fast schon philosophische Wandlung deren tiefgründige Texte nur noch vom Songwriting übertroffen werden, wovon „Wisemen“, „Out Of My Mind“ oder „No Bravery“ zeugen. Und auch die Hommage an einen Heroen wie an Mr. Morrison in „So Long Jimmy“ darf nicht fehlen und spinnt den roten Faden um Sehnsucht und Antizipation verletzter Gefühle weiter.
01. High 02. Youre Beautiful 03. Wisemen 04. Goodbye My Lover 05. Tears And Rain 06. Out Of My Mind 07. So Long Jimmy 08. Billy 09. Cry 10. No Bravery
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