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CD Kritik vom 29.08.2005

Taproot: Blue-Sky Research

Taproot: Blue-Sky Research | CD Kritik
Taproot
Blue-Sky Research

Doch keine Metal-Hoffnung

Nach dem Atlantic-Debüt "Gift" (2000) und dem Nachfolger "Welcome" (2002) galten Taproot zunächst als neue Hoffnung des New Metal, stellen aber mit "Blue-Sky Research" klar, dass ihre Entwicklung einen durchaus anderen Weg verfolgt. Mit einer gelungenen Mischung aus großflächigen Rockriffs, sensibler Gitarrenarbeit und adultem Gesang gehen Taproot eigene Wege und konnten sich, außer auf die nach wie vor brillante Studioarbeit von Toby Wright, auf die helfenden Hände eines Prominenten Kollegen verlassen. Niemand geringeres als Ex-"Smashing Pumpkins"-Kopf Billy Corgan produzierte drei Songs: Lost In The Woods, Violent Seas und Promise. "Es war absolut groß, mit ihm zu arbeiten," betonen Taproot. "Wenn du einen Song gespielt hattest, kam Billy mit mindestens 5-10 neuen Ideen an. ‚Spielt das einfach, denkt nicht darüber nach’, war sein Standardsatz." Und Sänger Richard: "Wir waren über eine Woche in Chicago mit ihm zusammen, und es war sehr cool. Promised zum Beispiel war ursprünglich der härteste Song, den wir hatten und ist nun zum besten ‚untypischen Taproot-Song’ geworden. Eine sehr schöne Nummer."

"Blue-Sky Research" ist Taproot auf den Punkt gebracht und auf ihrem bisherigen soundtechnischen Höhepunkt. Schon der Opener I Will Not Fall For You überzeugt mit einer kontrastreichen Mischung aus Sprödheit und Bombast, und wartet zusätzlich mit einem packendem Refrain mit ausgeprägtem Sinn für Melodie auf. Violent Seas lebt von seiner Entspanntheit und der beinahe sanften Atmosphäre, dagegen steht Facepeeler im Kontrast, das zunächst verhalten beginnt und dann eine explosive Kraft entwickelt. April Suits mit seiner Big-Beat-Rock-Energie und Birthday mit seinen traumhaften Melody-Hooks stehen ebenfalls für die Vielfalt auf Blue-Sky Research.

Im US-Radio schlug Calling Wellen, das auch als erste Single aus dem Album kommt. Als drittbester Neueinsteiger in allen Active Rock-Stations landesweit feierte der Track hervorragenden Einstand. Calling zeichnet sich durch sein mittleres Tempo und die ausgeglichene Routine aus, die die Band hier an den Tag legt. Der Track zeigt mit seiner fast lockeren Souveränität deutlich den Fortschritt, den Taproot seit dem letzten Album gemacht haben. Der Clip zum Track wurde in Los Angeles von Moh Azima gedreht.

Playlist:

01. I Will Not Fall For You
02. Violent Seas
03. Birthday
04. Facepeeler
05. Calling
06. Forever Endeavor
07. April Suits
08. Lost In The Woods
09. So Eager
10. She
11. Promise
12. Nightmare
13. Blue-Sky Research / What's Left

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