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CD Kritik vom 23.09.2005

Jamie Cullum: Catching Tales

Jamie Cullum: Catching Tales | CD Kritik
Jamie Cullum
Catching Tales

Mit 25 schon relativ gut

Auf seinem neuen Album "Catching Tales" zieht der 25jährige Jamie Cullum musikalische Bilanz seiner letzten Jahre. Er hat in dieser Zeit so viele neue Erfahrungen gemacht und neue inspirierende Musik kennengelernt, dass er innerhalb von nur vier Monaten genügend Songs zusammen hatte, um gleich zwei Alben damit zu füllen. Unterbrochen wurde sein kompositorischer Arbeitseifer nur von ausführlichen Pub-Besuchen mit Freunden und Familienmitgliedern. "Catching Tales" ist ein Album, das den jungen Musiker sowohl bei seinen extrovertierten musikalischen Experimenten als auch in den intimeren Momenten selbstbewusster denn je zeigt.

Die meisten Stücke dieses in London und Los Angeles aufgenommenen Albums schrieb Jamie Cullum allein, andere verfasste er gemeinsam mit den Produzenten Stewart Levine (Simply Red), Dan The Automator (Gorillaz), Guy Chambers (Natasha Bedingfield, Texas, Kylie Minogue) und Salaam Remi (Fugees, Nas, Beenie Man), dem Songwriter Ed Harcourt oder seinem Bruder Ben ("Mind Trick", "My Yrad"). Darüberhinaus interpretiert er auch wieder in ganz eigener Manier zwei Standards ("I Only Have Eyes For You" und "Our Day Will Come") und eine Coverversion eines zeitgenössischen Songs ("Catch The Sun" von The Doves).
"Dieses Album zeigt sehr viel mehr von mir selbst und repräsentiert auch besser, wo ich als Musiker hingelangen möchte", erklärt Jamie. "Ich wollte diesmal, daß die Musik für sich selbst spricht und keinerlei Erklärung von meiner Seite bedarf. Diese Mixtur aus Jazz und Pop bewegt sich in eine wesentlich progressivere Richtung. Es ist mir, glaube ich, auch gelungen, mich in dieser Musik besser selbst auszudrücken. Als Teenager versuchte ich das, in dem ich auf einer abgewrackten Gitarre herumklampfte. Heute kann ich das mit ganz anderen Mitteln sehr viel besser tun."

"Anfangs dachte ich, daß gewisse Songs einfach nicht zu dem passten, was ich mit den Jazzstandards anstellte. Aber das war ein Irrtum, sie passen dazu und machen eigentlich nur deutlich, daß der Jazz eine großartige Plattform ist, auf der man alles machen kann, was man will. Die Leute fragen mich, warum ich Jazz spiele. Ganz einfach: weil man ihn mit allen anderen erdenklichen Musikformen in Einklang bringen kann. Man kann ihm mit Tanzmusik, Rock, Popmusik, Klassik, Funk... einfach mit allem kombinieren. Und auf diesem Album streife ich all diese Stile."

Playlist:

01. Get Your Way
02. London Skies
03. Photograph
04. I Only Have Eyes For You
05. Nothing I Do
06. Mind Trick
07. 21st Century Kid
08. I'm Glad There Is You
09. Oh God
10. Catch The Sun
11. 7 Days To Change Your Life
12. Our Day Will Come
13. Back To The Ground
14. My Yard

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