
Holländer am rocken
Ausgerechnet drei Holländer zeigen den zahllosen US-College-Rockern wie man's richtig macht.
Man muss es ja mal deutlich sagen. Wir Deutschen sind doch eher ignorant was Musik aus unseren direkten Nachbarländern betritt. Jede noch so schlechte Band aus Großbritannien hat es doch deutlich einfacher hierzulande ein paar willige Hörer zu finden, als sagen wir mal Bands aus Spanien, Frankreich oder eben Holland. Zumindest für die musikalische Qualität der Charts unserer lustigen orangefarbenen Nachbarn will nun eine Band eine Lanze brechen: Kane.
In den Niederlanden mit Gold, Platin, zahllosen Auszeichnungen und jeder Menge Fans überhäuft, mauserten sich Dinand Woesthoff (v, g, b, k), Dennis van Leeuwen (g) und Martijn Bosman (d) schließlich zu supporting acts für Bands wie den Simple Minds, Maroon 5 und Bon Jovi, wiewohl sie rein musikalisch wohl am ehesten mit letzterem zu vergleichen sind, zumindest was die etwas krachigeren Nummern anbelangt.
Auf dem nun bei uns erschienenen dritten Album mit dem Titel "Fearless" jedoch dominieren die leisen Töne und handeln – bedingt durch den Tod von Sänger Dinands Frau – auch von Abschied und Schmerz wie in den Balladen "Go" und "Dreamer" deutlich wird. Angstlos wie sich die 3er Combo jedoch behauptet geht's auf den immerhin insgesamt 14 Titeln jedoch niemals nur melancholisch oder düster zu. Im Gegenteil alle Songs – ob slow-, mid- oder uptempo - verknüpfen sowohl im Arrangement als auch textlich eine durchweg positive Message und wirken wie von einer inneren Kraft beseelt, der man sich nur schwer entziehen kann.
Anspieltipps der Redaktion sind daher die Titel: "Something To Say", "Faith", "Believe it" und "Fearless".
01. Go
02. Something to say - Original mix/album version
03. Don't Let It Pass You By
04. Faith
05. All I Can Do
06. Believe It
07. Solitary Madness
08. Senang
09. Master Of The Game
10. Way Down Inside
11. Fearless
12. Love For The Sake Of Life
13. Dreamer
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