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CD Kritik vom 23.09.2005

Sean Paul: The Trinity

Sean Paul: The Trinity | CD Kritik
Sean Paul
The Trinity

Sean Paul will's wieder wissen

Kaum zu glauben, dass der raue, ungeschönte Dancehall-Sound aus Jamaica vor wenigen Jahren noch strictly "Underground" war. Als HipHop-Stars sich noch nicht in Rasta-Farben blicken ließen und die R’n’B-Artists noch nicht auf Reggae-Beats tanzten. Die Musikszene ist nicht mehr dieselbe, seit Sean Paul seine Hits Gimme The Light, Get Busy und Like Glue unter die Leute warf. Und auch mit seinen Duetten Baby Boy (mit Beyoncé) und I’m Still In Love With You (mit Sasha) bewies er, dass der Original-Jamaika-Dancehall-Sound weltweit und auf massenwirksamer Ebene funktioniert.

"Manchmal muss ich mich setzen und frage mich: Haben wir das wirklich alles gemacht?", erklärt er, während er hinter seinem Mischpult im Headquarter von 2Hard-Productions in Kingston sitzt. "Sechs Millionen Alben? Das ist Wahnsinn! Vor ein paar Jahren war das nur ein Traum. Jetzt wird’s Zeit, das noch mal zu wiederholen."

Mit "The Trinity" setzt Sean Paul nun an, genau das zu tun. Gemeinsam mit einigen der hottesten Producer des Jamaikanischen Dancehall-Circuit - Steven "Lenky" Marsden, Don Corleone, Renaissance Crew und Snowcone, um nur einige zu nennen - arbeitete Sean Paul drei Jahre lang an seinem dritten Album. Und obwohl einige der weltgrößten HipHop-Stars scharf darauf waren, das Album mit ihm auf die Beine zu stellen, ist er stolz darauf, sagen zu können "es ist alles hier, in der Dritten Welt, passiert!"

"The Trinity" zeigt Sean Paul bei dem, was er immer am besten konnte. "Ihr wisst, dass wir uns um die Ladies kümmern müssen," sagt er. "Und ich geb ihnen den Party-Vibe." Aber auch in Sachen Komposition zeigen sich Fortschritte. "Gimme The Light hatte zwei Strophen und einen Refrain," führt er aus. "Die meisten der neuen Songs haben drei Strophen mit einer Bridge drin. Hier sieht man also Wachstum. Hier und in der Deepness der Melodien. Ich kann immer noch Songs wie Breakout oder Give It Up To Me machen und die Ladies damit anfeuern, aber ich habe jetzt auch ernstere Seiten drin, wie I’ll Take You There. Das ist immer noch ein Partytrack, aber er hat eine Violine, die sehr melancholisch klingt und die perfekt ausdrückt, was ich damit sagen will: Dass wir alle verdammt traurig darüber sind, dass überall immer noch viel Blut vergossen wird. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Menschen überall auf der Welt müde von all dem Töten sind. Und wir wollen unser Leben leben! Wir wollen Parties haben und miteinander dabei klar kommen und das alles in einer gesunden Umwelt. Ich erinnere mich an diesen Staples-Song und sage: Yo, I’ll take you to that dream place where you can be as free as you wanna be. Let’s party there."

Playlist:

01. We Be Burnin' - Legalize It
02. We Be Burnin' - Recognize It
03. Temperature
04. Ever Blazin'
05. Touch My Body
06. Feat. Nina Sky aka Connection
07. Give It Up To Me
08. Yardie Bone feat. Wayne Marshall
09. Send It On
10. Breakout
11. Never Gonna Be The Same
12. Take You There
13. Eye Deh A Mi Knee
14. Change the Game feat. Looga Man and Kid Kurup
15. Straight Up
16. Head To Toe
17. All On Me feat. Tami Chin

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