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CD Kritik vom 19.09.2005

Institute: Distort Yourself

Institute: Distort Yourself | CD Kritik
Institute
Distort Yourself

Neues von Gavin Rossdale

Mächtig gespannt ist man ja schon, was der ehemalige Bush-Frontmann Gavin Rossdale unter neuer Flagge nun für ein Album herausbringt. Das Ergebnis ist jedoch in zweierlei Hinsicht wenig überraschend ausgefallen.

Noch das letzte Werk "Golden State" wurde zwar als Bush's kommerziellstes Album befunden, konnte sich jedoch über viele Anhänger, und mit "Let The Cables Sleep" sogar über eine Chill-Out-Version auf einem der Café Del Mar-Sampler freuen. Entsprechend muss man im Urteil über Rossdales neue Formation Institute, welche er zusammen mit Helmet-Gitarrist Chris Traynor und Rival Schools-Bassist Cache Tolman betreibt, differenziert vorgehen.

Natürlich ist Rossdales Stil als Frontman prägend, von seiner markanten Stimme ganz zu schweigen, und so ist auch das Debüt unter neuem Namen nicht weit weg vom letzten Werk angesiedelt. Im Vergleich zu "Sixteen Stones" oder "The Science Of Things" jedoch liegen Welten, und vielleicht war die Veränderung von dem was Bush einst ausmachte, sowie die Weiterentwicklung und Hervorhebung von Gavin selbst auch Mitgrund dafür dass das aktuelle Album eben unter Institute firmiert, also genug der Vergleiche.

Highlights auf dem Album sind ganz klar das balladeske "Ambulance", das in seinem Basslauf schwer an "Let The Cables Sleep" erinnernde "Wasteland" und der extrem rockige Opener "Bullet Proof Skin", wobei es sich jedoch auch um Titel handelt, die locker von Kollegen wie Three Doors Down, Linkin Park oder gar Evanescence stammen könnte, wären da nicht Gavins charakteristische Vocals.  Der Rest von "Institute" ist solides Handwerk, gute Songtexte, teils vorhersehbare Kicks, aber mit krachenden Gitarren in eine fette Produktion gemantelt, wie man sie vom Helmet-Chef Page Hamilton nicht anders erwartet. Für das Debüt einer Alternative-Combo also gar nicht mal schlecht. Obs jedoch auch in zwei Jahren noch dazu reicht aus dem Regal gezogen zu werden um die Lautsprecher aufzudrehen, bleibt fraglich.

Playlist:

01. Bullet-Proof Skin
02. When Animals Attack
03. Come On Over
04. Information Age
05. Wasteland
06. Boom Box
07. Seventh Wave
08. The Heat Of Your Love
09. Ambulances
10. Secrets And Lies
11. Mountains
12. Save The Robots
13. The Buzz Of My System

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