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CD Kritik vom 14.10.2005

Depeche Mode: Playing The Angel

Depeche Mode: Playing The Angel | CD Kritik
Depeche Mode
Playing The Angel

Einfach großartig

Das Vorgängeralbum Exciter war vielen ja zu dance-lastig, nun sind Depeche Mode nach kurzen Solo-Ausflügen von Frontman Dave Gahan und Martin Gore wieder vereint und in alter Düster-Manier zurück.

Ganze vier Jahre mussten wir überbrücken seit dem letzten quietsch-grünen Geniestreich und nur brechend volle Konzerte, Trennunsgerüchte, Remix-Alben, Solo-Werke und erneutes Anstehen an der Konzertkasse haben uns die Zeit nicht allzu schwer gemacht. Dann endlich, die neue Single im Radio und allgemeines Verzücken beim Feststellen dass auf eine Hookline, auf einen Refrain-Höhepunkt zu Gunsten von schwelenden Gesangsstrophen verzichtet wurden. Das kann und darf schließlich nur eine Band: Depeche Mode.

Neugierde also, Vorbestellungen des neuen Longplayers und Konzertkarten wieder nur für die ganz fixen, ohne dass irgendjemand bis dato schon was gehört hatte. Aber das ist auch egal, schließlich wollen wir Dave Gahan nackten Oberkörper in der obligatorischen Weste und schließlich ganz nackt sehen, Martin Gores nebulösen Blick zur wasserstoffblonden Steckdosenfrisur und einfach eine geile Show erleben. Mit alten oder neuen Hits – wen stört das schon.

Neue Hits aber wird es geben. „Precious“ die Single zum Beispiel, das nachdenkliche „I Want It All“ werden wir mit Myriaden von brennenden Wunderkerzen unterlegen, und noch drei Tage nach dem audiovisuellen Flash von unseren viel zu weit entfernten Stehplätzen werden wir die durchbrochene Melodie von „John The Revelator“ vor uns hinsummen. „Nothing’s Impossible“ wird unsere Maxime, „Lilian“ unsere Phantasie beflügeln und „Damaged People“ wird noch in 20 Jahren dazu führen dass unsere Töchter, Söhne und ihre Freunde entnervt mit den Augen rollen, nur um dann heimlich in unserem Plattenregal zu stöbern. Was soll ich also noch sagen außer: Depeche Mode. Neues Album. Kaufen!

Tourdaten von „Playing The Angel“ Live sind:

13.01.06 Dresden – Messehalle
15.01.06 Hamburg – Color Line Arena
16.01.06 Hamburg – Color Line Arena
18.01.06 Berlin – Velodrom
20.01.06 Düsseldorf – LTU Arena
21.01.06 Düsseldorf – LTU Arena
24.01.06 Erfurt – Messehalle
26.01.06 Frankfurt – Festhalle
14.02.06 München – Olympiahalle
15.02.06 München – Olympiahalle
09.03.06 Stuttgart – Schleyerhalle
10.03.06 Friedrichshafen – Messehalle
11.03.06 Mannheim – SAP Arena

Playlist:

01. A Pain That I'm Used To
02. John The Revelator
03. Suffer Well
04. The Sinner In Me
05. Precious
06. Macro
07. I Want It All
08. Nothing's Impossible
09. Introspectre
10. Damaged People
11. Lilian
12. The Darkest Star

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