Texas sind zurück
Texas mit neuem Album zurück: "Red Book". Es besteht aus Aufnahmen der vergangenen zwei Jahre. Eine Zeitspanne, die von der Band für eine Reihe von gänzlich unterschiedlichen Aufnahme-Sessions genutzt wurde, sowohl mit alten als auch neuen Freunden. Letztlich ist "Red Book" durch und durch Texas, und doch spielt die Platte in einer ganz eigenen und noch viel ansteckenderen Liga: Es ist moderne, nach vorne schauende Popmusik, präsentiert und gesungen von Sharleen Spiteri. Der Sound von Texas bringt mit seiner ehrlichen, zuversichtlichen und unabhängigen Art frischen Wind in die Musikwelt von heute.
Der Name Texas steht für einen Sound, der viel Gefühl transportiert und sich stark auf Melodien konzentriert. Es ist ein frischer Sound, der sich das Wort Erneuerung auf die Fahne geschrieben hat, dabei zugleich bewahrt und modifiziert. Dieses Jahr veröffentlichen Texas ein deftiges und tiefschürfendes Album, das von geheimen Träumen, Hoffnungen und intimen Wünschen handelt.
Geht es darum, musikalische Einflüsse von "Red Book" auszumachen, steht man vor einer schwierigen Aufgabe. Sharleen geht allenfalls der Ausdruck "klassische Pop-Musik" über die Lippen, Johnny McElhone erwähnt immerhin "Stax Soundtracks, Elektronische Pop-Musik, Giorgio Morroder, Kate Bush und das zu erwartende Mix aus Prince und Motown". Eine sehr bescheidene Definitionen also, schließlich klingt ihre Comeback-Single "Getaway" dermaßen energiegeladen, dass man fast denken könnte, es handle sich dabei um eine der grandios-klassischen Altered Images-Singles (immerhin schrieb Johnny schon als Fünfzehnjähriger an deren Song "I Could Be Happy"). Auch auf Albumlänge wird man das Gefühl nicht los, dass Texas mit "Red Book" ihr bis dato stärkstes Werk vorlegen.

