
Seattle ist nicht nur Grunge
Seattle mag seinen Ruf noch immer von Bands wie Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden nähren, aber die musikalische Vielfalt der Metropole im Nordwesten der USA greift natürlich viel weiter. Maktub (sprich: mock-tube) haben es mit ihrem modern psychedelischen Soul bereits so weit gebracht, dass die Leser der Seattle Weekly sie mit dem Vorgängeralbum zum ''hottest act'' wählten.
Die vom ursprünglichen Trio um den charismatischen Frontmann Reggie Watts zum Quintett gewachsene Formation legt nun mit ''Say What You Mean'', dass nunmehr dritte Album von Maktub, ein wunderbar austariertes Werk mit exzellenten Songperlen vor, die einerseits so gediegen und erhaben klingen wie klassischer Soul von Sam Cooke und Al Green, andererseits so mächtig rocken können wie Led Zeppelin und Sly Stone. Höchste Zeit, dass Maktub auch in Europa entdeckt werden.
''Say What You Mean'' strahlt tatsächlich von Anfang bis Ende eine angenehme Temperatur aus. Dieser Longplayer kann mit seinen süchtig machenden Songs die Sinne betören und das Gemüt besänftigen, er kann aber auch aufwühlen wie eine mächtige Liturgie dunkler Leidenschaften. Man delektiere sich nur an der süßen Leichtigkeit von ''Feel Like Another One'' oder an dem schwerblütigen Power-Soul von ''Nobody Loves You Like I Do''. Maktubs musikalische Köstlichkeiten, von denen nicht wenige das Potential zum dauerhaften Pophit haben, eignen sich zu winterlichen Stunden am Kamin ebenso wie zu Träumereien auf der sommerlichen Blumenwiese.
01. Promise me
02. Say what you mean
03. 20 years
04. Daily dosage
05. Hunt you down
06. Seeing is believing
07. Blown away
08. Feel like another one
09. Nobody loves you like I do
10. Right to breathe
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