
The Kinf of Funk is back
Nur wenige Künstler können auf ein dermaßen eklektisches und vielschichtiges Werk zurückblicken wie Prince. In den Achtzigern trat der am 7. Juni 1958 geborene Prince Rogers Nelson (benannt nach der Jazzband seines Vaters, Prince Roger Trio) als außergewöhnliches Talent der Rock'n'roll-Ära auf den Plan, als er Elemente aus Pop, Funk, Folk und Rock zu einem nahtlosen Mix miteinander verknüpfte.
Er nahm nicht nur eine Vielzahl (insgesamt weit über zwanzig!) von unfassbaren Alben auf, sondern war auch ständig auf Tour, provozierte mit seinen Texten und Outfits, produzierte die Alben diverser Künstler oder schrieb Hitsingles für sie. Mit jedem seiner insgesamt zwei Dutzend Alben hat Prince eine Verwandlung durchlebt: Stets ging es ihm darum, mit neuen Sounds, neuen Stilmitteln und Genres zu experimentieren. Kaum ein anderer Künstler hat ein derart stilsicheres Händchen, wenn es darum geht, gänzlich unterschiedliche Stile zu einem schlüssigen Ganzen zu vereinen.
Seine ersten beiden Alben (For You und Prince, erschienen in den späten Siebzigern) waren solide Funk-Pop-Scheiben. Mit Dirty Mind (1980) nahm er schließlich sein erstes Meisterwerk auf - es war eine vertonte Ein-Mann-Achterbahnfahrt aus Sex und Musik, bespickt mit hartem Funk, catchy Hooks, wie man sie von den Beatles kannte, süßlichen Soul-Balladen und rockendem Gitarrenpop. Der Nachfolger Controversy ging in dieselbe Richtung. 1999, was danach erschien, war bereits ein großer Erfolg (es verkaufte 3 Millionen Einheiten), doch erst sein 1984er Release Purple Rain sollte ihm zum wahren Durchbruch verhelfen.
Purple Rain machte Prince zum Superstar. Die Platte wurde über 10 Millionen Mal verkauft und blieb dazu ganze 24 Wochen auf dem ersten Platz der US-Charts. Zu weiten Teilen mit seiner Live-Band The Revolution eingespielt, ist Purple Rain bis zum heutigen Tage die poporientierteste Platte von Prince.
In den gut zwanzig Jahren, die seit Purple Rain verstrichen sind, veröffentlichte Prince weitere 20 (!) Alben - u. a. Around the World in a Day (1985), Parade (1986), The Black Album (1987), Lovesexy (1988), Diamonds and Pearls (1991), The Love Symbol Album (1992), Crystal Ball (1998), Rave Un2 the Joy Fantastic (1999) und Musicology (2004). Zudem arbeitete der Multiinstrumentalist an einer Reihe von anderen Projekten, gründete Bands und verwarf sie wieder und gab sich so unterschiedliche Pseudonyme wie Jamie Starr, The Starr Company, Christopher, Camille, Joey Coco, Alexander Nevermind, Paisley Park und Azifwekaré. Seine unzähligen Kompositionen bescherten auch anderen Künstlern große Erfolge, was nicht zuletzt ''Manic Monday'' von den Bangles unterstreicht. Auch wurden seine eigenen Titel oftmals erfolgreich von Musikern gecovert: Z. B. Simple Minds mit ''Sign o' The Times'', Chaka Khan mit ''I Feel for you'' oder auch Sinéad O'Connor mit dem Klassiker ''Nothing Compares 2 U''.
01. 3121
02. Lolita
03. Te Amo Corazon
04. Black Sweat
05. Incense and Candles
06. Love
07. Satisfied
08. Fury
09. The Word
10. Beautiful, Loved & Blessed
11. The Dance
12. Get On The Boat
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