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CD Kritik vom 14.04.2006

The Zutons: Tired Of Hanging Around

The Zutons: Tired Of Hanging Around | CD Kritik
The Zutons
Tired Of Hanging Around

Schluss mit Rumgehänge

''Tired Of Hanging Around'' präsentiert ganz eindeutig den neuen, fetteren, irgendwie fleischigeren Sound der Zutons. Aufgenommen Ende 2005 in London unter der Aufsicht von Produzent Stephen Street (u. a. Smiths, Blur, Kaiser Chiefs), spiegeln die neuen Stücke all die Erfahrungen wieder, die die Zutons während der mehr als ein Jahr dauernden Tour zu ''Who Killed The Zutons'' gemacht haben. Was jedoch nicht heißt, dass sich auf dem neuen Album Songs finden würden, die davon handeln, für den Mercury Music Prize (2004) oder den Brit Award (2005, in der Katgorie ''Breakthrough Act'') nominiert worden zu sein, oder davon, allein in UK  600.000 Alben zu verkaufen. Deutlich hörbar hingegen sind das gestiegene Selbstvertrauen und die gewachsenen musikalischen Fähigkeiten von fünf Musikern, die - gestählt durch Auftritte auf unzähligen Festival und in unzähligen Clubs auf der ganzen Welt - erwachsener geworden und sich näher gekommen sind (gelegentlich sogar zu nahe).

Die bei ihren Auftritten als Support von Megastars wie U2, Oasis und R.E.M. gelernt haben, sich auch in Stadien und großen Hallen zu behaupten. Die den Umstand, als erste Band im frisch renovierten New Yorker Museum Of Modern Art auftreten zu dürfen - und das vor 6.000 ausgewählten Angehörigen der ansässigen Kunst-Schickeria - mit einer Art rotzfrecher Unbekümmertheit zur Kenntnis nahmen. Die es geschafft haben, allen Versuche denkfauler Journalisten, sie mit anderen Bands (wie etwa ihren Deltasonic-Labelkollegen The Coral) in eine Schublade zu stecken, in kürzester Zeit das Wasser abzugraben.

Gegründet haben sich die Zutons Mitte 2002. Bandmitglieder der ersten Stunde waren neben McCabe Gitarrist Boyan Chowdhury, Schlagzeuger Sean Payne und Bassist Russell Pritchard, ein paar Monate später stieß Saxophonistin Abi Harding dazu und machte das Line-Up komplett. Noch im September gleichen Jahres veröffentlichte die Band ihre erste Single ''Devil's Deal'', die zweite ''Creepin' An' A Crawlin'' folgte im Mai 2003. Die zweite Hälfte besagten Jahres brachte die Band im Studio zu, wo sie gemeinsam mit Produzent (Echo & The Bunnymen, The Fall, Terry Hall, The Coral) und Ex-Lightning Seeds-Mastermind Ian Broudie ihr Debütalbum ''Who Killed The Zutons'' aufnahm.

Playlist:

01. Tired of hanging around
02. It's the little things we do
03. Valerie
04. Someone watchin over me
05. Secrets
06. How does it feel
07. Why won't you give me your love
08. Oh stacey ( look what you've done)
09. You've got a friend in me
10. Hello conscience
11. I know i'll never leave

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