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CD Kritik vom 19.05.2006

Al Di Meola: Vocal Rendezvous

Al Di Meola: Vocal Rendezvous | CD Kritik
Al Di Meola
Vocal Rendezvous

Xavier Naidoo macht auch mit

Al Di Meola gehört seit weit über dreißig Jahren zu den ausdruckstärksten und innovativsten Jazz- und Jazzrock-Gitarristen der Welt. Bereits im Alter von 19 Jahren gewann er mit Chick Coreas Allstar-Gruppe Return to Forever einen Grammy und schrieb auch als Solokünstler Geschichte, als er 1976 und 1977 mit den furiosen Alben ''Land Of The Midnight Sun'' und ''Elegant Gypsy'' die Welt in seinen Bann zog. 

Zwölf faszinierende Tracks geben auf ''Vocal Rendezvous'' einen umfassenden Eindruck, wie variabel und einfühlsam sich Al Di Meola auf unterschiedliche Stile und wechselnde Kooperationen einstellen kann. Mit Xavier Naidoo nahm er das moderne ''Schall und Rauch'' auf, das für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt. Nicht minder eindrucksvoll sind die Klänge von ''Shame'' mit Sänger Joe und einem Al Di Meola, der zur Freude seiner Fans kurzzeitig die E-Gitarre auspackt und ein reißerisches Solo spielt. In ''I Tried'' sind die Soul-Diven Angie Stone und Macy Gray zu hören. Angie Stone, die zu den wichtigsten R&B-Künstlerinnen der Gegenwart gehört, ist überdies auch in dem feinen und verspielten ''That´s The Truth'' ein weiteres Mal zu hören.

Ein faszinierendes Soul-Stück, bei dem Di Meola die einschmeichelnde Stimme seiner Partnerin mit perlenden Tönen unterstreicht. Gelungen auch die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Sänger Bosson in ''Never, Never, Never''. Bosson wurde vor einigen Jahren für seinen Hit ''One In A Million'' (Soundtrack zum Kinoknüller ''Miss Undercover'' mit Sandra Bullock) für den Golden Globe nominiert und passt mit seiner prägnanten Stimme perfekt zu Di Meolas Stil. Ebenso packend zeigt sich die Instrumentalnummer ''Rendezvous Rhapsody'', in der Jazz-Star Till Brönner sein großes Können unter Beweis stellt und auf seiner Trompete ein faszinierendes Duett mit Di Meolas Akustikgitarre eingeht.

Auf ''Vocal Rendezvous'' erweitert Al Di Meola die lange Liste der Künstler, mit denen er eine musikalische Liaison eingegangen ist, durch einige in diesem Kontext überraschende Namen. Vor seiner Kooperation mit Angie Stone, Macy Gray, Xavier Naidoo oder Till Brönner spielte er in den zurückliegenden drei Dekaden mit Weltstars wie Luciano Pavarotti, Paul Simon, Phil Collins, Santana, John McLaughlin, Larry Coryell, Steve Winwood, Wayne Shorter, Herbie Hancock, Jaco Pastorius, Les Paul, Jean Luc Ponty, Steve Vai, Frank Zappa, Egberto Gismonti, Jimmy Page, Stanley Clarke oder auch Stevie Wonder.

Playlist:

01. Shame (mit Joe)
02. I tried (mit Angie Stone & Macy Gray)
03. Schall und Rauch (mit Xavier Naidoo)
04. Topaz (Instrumental)
05. Communication (mit Beverley Knight & MC Solaar)
06. That's the truth (mit Angie Stone)
07. Never never never (mit Boston)
08. You are the one (mit No Mercy)
09. Syncopatico (Instrumental)
10. Rendezvous Rhapsody (mit Till Brönner)
11. Different pages (Instrumental)
12. Cuba Africa (mit Leonid Agutin)

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