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CD Kritik vom 23.06.2006

Eko Fresh: Hart(z) IV

Eko Fresh: Hart(z) IV | CD Kritik
Eko Fresh
Hart(z) IV

Verloste kürzlich eine Rolex

Zum Mitschreiben: Mit ''König von Deutschland'', seiner ersten offiziellen Single überhaupt, enterte Eko Fresh 2003 die Top 20 der nationalen Verkaufscharts und machte den deutschen HipHop (manche behaupten) im Alleingang auch für die ''Generation Bravo'' salonfähig. Er erschuf einen neuen Reimstil und beeinflusste die hiesige Reimlandschaft damit ähnlich stark wie die Hamburger Hochphase von Samy Deluxe und den (Absoluten) Beginnern oder zuletzt die Gangsta-Welle um Bushido und Aggro Berlin.

Eko Fresh  galt quasi über Nacht als großes Talent mit Zukunft, nur um wenig später vom Neid und Hass der eigenen Szene beinahe erdrückt zu werden und plötzlich am Rande des Existenzminimums ums Überleben zu kämpfen. Das Monster, das er geschaffen hatte, drohte ihn aufzufressen. Und während um ihn herum die Diskussion tobte und sich andere mit seinem Style ein goldenes Näschen verdienten, tat er als gerade mal 20-Jähriger, was andere in ihrem ganzen Leben nicht schaffen: Er suchte seine künstlerische Identität.

Und die hat er nach Experimenten mit Chart-tauglichem R&B (''L.O.V.E.''), ehrlicher Graswurzelarbeit in Sachen Türkrap (Eko & Azra), schonungslosen Disstracks (''Abrechnung'') und hartem Streetshit (''Fick deine Story'') nun gefunden: ''Hart(z) IV''. Die Platte ist dabei weit mehr als nur das zweite Soloalbum des Künstlers Eko Fresh. Es ist ein Manifest für eine Generation, die längst keine Illusionen mehr hat. Die längst nicht mehr bereit ist, sich von den leeren Versprechungen ihrer Eltern, Lehrer und Politiker einlullen zu lassen. Aber die trotzdem ihr eigenes Leben lebt.

Playlist:

01. Intro
02. Ruhe vor dem Sturm
03. Der Don 2
04. Hart(z) IV
05. Gheddo
06. Kings Of Cologne
07. Darauf kannst du Gift nehmen
08. Was kann ich dafür
09. Bazen
10. Ek is back
11. Stenz Gang
12. Fackeln im Sturm
13. Wir sind Soldier, Homie
14. Westside
15. Noch einmal
16. Skit
17. Ihr werdet uns nicht los
18. Der Rest ist Geschichte
19. Das ist mein Viertel
20. Bitanem (meine türkische Freundin)

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