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CD Kritik vom 23.06.2006

Head Automatica: Popaganda

Head Automatica: Popaganda | CD Kritik
Head Automatica
Popaganda

Anti-American-Idol

Mit ''Popaganda'' veröffentlicht Head Automatica, die Band um Daryl Palumbo (Glassjaw), jetzt das zweite Album und es handelt sich um eine Pop-CD. Wenn Leute das Wort ''Pop'' hören, denken sie automatisch an den letzten Karaoke-Sänger, der in den USA American Idol gewonnen hat. ''Zeitgenössischer amerikanischer Pop ist so geschmacklos und unecht'',sagt der 27-jährige Frontmann des New Yorker Quintetts, ''deshalb möchte in Amerika auch keiner sagen er spiele in einer Pop Band.

So viele Kids die Pop-Punk Bands gründen, bestehen darauf, dass sie auf keinen Fall Pop-Bands sind. Zu ihnen sage ich, ihr wisst doch nicht einmal, was Pop ist, ihr seid mit Blink 182 aufgewachsen die euch förmlich in die Köpfe geprügelt wurden. Ich hingegen will in einer Pop-Band sein.''

Für Palumbo ist wahre Pop-Musik die ungezügelte melodische Handwerkskunst und Punk Energie von Elvis Costello and the Attractions, Squeeze, Nick Lowe and Rockpile, und Graham Parker und The Rumour, britische Schlauberger, die in den späten 70ern das power Pop-Mod-Revival mit passioniertem Songwriting und sehr klugen Texten losgetreten haben. Hiervon ist natürlich auch Popaganda beeinflusst worden.

Um sich zu realisieren und neu zu erfinden, haben sie mit Produzent Howard Benson (My Chemical Romance, All American Rejects) zusammengearbeitet, der sehr viel Wert auf Songstruktur und Gesang legt. Palumbo drückt es so aus: ''Wir wollten keine Scheibe über Schmerzen machen, wir wollten kein Album übers Weinen machen, wir wollten keine Scheibe übers Verletzt sein machen. Wir wollten einfach eine brillante Power-Pop-Scheibe aufnehmen!''

Playlist:

01. Graduation Day
02. Laughing at You
03. Lying Through Your Teeth
04. Nowhere Fast
05. Scandalous
06. Curious
07. God
08. Shot in the Back
09. Million Dollar Decision
10. She's Not It
11. Egyptian Musk
12. Cannibal Girl
13. K Horse
14. Beating Heart Baby

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