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Kein Blatt vor den Mund nehmen
Das neue Album von Keane sollte etwas ganz besonderes werden. So hatte sich die Band vorgenommen, dass alle Ängste zum Vorschein kommen sollen. Man wollte kein Blatt vor den Mund nehmen und die zwischenmenschlichen Beziehungen inner- und außerhalb der Band einfließen lassen. Tom Chaplin, Richard Hughes und Tim Rice-Oxley wollten ihre ''dunkelste Seite nach außen kehren''...
Klingt recht theatralisch, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht gekommen. Nach 5 Millionen Plattenverkäufen des Debütalbums ''Hopes And Fears'' hat man zwar Erwartungsdruck, kann diesen aber auch gelegentlich mal ablegen, schließlich spricht die Musik dann ja doch eher für sich. Außerdem wurden Keane 2005 für zwei Brit-Awards und einen Grammy nominiert. Das ist doch schon was. Insofern war zumindest klar, das man sofort neue Songs schreiben musste, um am Ball zu bleiben.
Durch die oben genannten persönlichen Vorgaben entstand beim Schreiben der Songs eine intensive Atmosphäre, was sich durchaus in den Titeln von ''Under The Iron Sea'' wiederspiegelt. Keane wollten zudem einen völlig neuen, emotional geprägten Sound schaffen: ''Wir nahmen beispielsweise ein altes E-Piano und eine Reihe analoger Synthesizer, dir wir dann wiederholt durch Gitarreneffekte schickten... die daraus resultierenden Klangwelten oszillieren zwischen erschütternd und rhythmisch... manchmal sind es schier überdimensionale Klangwände aus Verzerrung.''
Playlist
01. Atlantic
02. Is It Any Wonder?
03. Nothing In My Way
04. Leaving So Soon?
05. A Bad Dream
06. Hamburg Song
07. Put It Behind You
08. Crystal Ball
09. Try Again
10. Broken Toy
11. The Frog Prince
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