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CD Kritik vom 02.06.2006

The Feeling: Twelve Stops And Home

The Feeling: Twelve Stops And Home | CD Kritik
The Feeling
Twelve Stops And Home

Das kommt bei allen gut an

The Feeling mögen Popmusik. Großen, ernst gemeinten, mit Hooks beladenen Riesen-Refrain-Pop, so wie früher eben. Fleetwood Macs ''Rumors'' führen sie als Beispiel an, wenn man sie nach ihrer musikalischen Ausrichtung fragt. Es geht The Feeling um intelligenten Pop, den jeder mögen und mitsummen kann – ganz egal, ob Heimwerker, Handwerker oder Professor.

''Im Bereich der Popmusik darf man alles'', behauptet Dan. ''Und wir wollen das auskosten. Wollen uns an noch größeren Refrains und Hooks ausprobieren.'' Wenn es so etwas wie Lennon/McCartney in The Feeling gibt, dann ist es Dan Gillespie, der gleichermaßen für die Musik und die Texte verantwortlich ist. Die Band behauptet sogar, dass sie die ''Songs aus ihm herauskloppen muss.''

Als bekennender Queen-Fan räumt Dan ein, dass er keine ''zu knappen Popsongs'' mag. Allerdings ist er auch nicht für überdimensionale ''Prog-Opern mit lächerlichem Schluss'' zu begeistern. So ist es die perfekte Mischung aus Pop und Prog, die The Feeling auf ihrem Debütalbum präsentieren. Es besteht aus 12 Songs – ''ohne Füllmaterial, alles Bomben – ein Klassiker.''

Außerdem wird das Album, wie Richard klarstellt, ''üppig und episch'' und, wie Dan hinzufügt, zugleich auch ''minimalistisch'' sein. Der Sänger führt die frühen Alben von Elton John, The Beatles und The Carpenters als Beispiele an, um die Stimmung des Albums zu beschreiben.

''Es ging ihnen um epische Songs, die dennoch niemals zu dick orchestriert waren'', erklärt Dan. '''Rocket Man' ist nur ein Bass, eine Gitarre, Klavier und Schlagzeug. Die Stimme hält alles zusammen. 'Let it Be' war auch ohne deftige Instrumentierung noch ein kraftvoller Song. Es war immer noch episch, melancholisch und stark zugleich. Oder auch 'Solitaire' von den Carpenters: das ist ein perfektes Beispiel für einen Song, der zugleich episch und minimalistisch ist. The Carpenters hatten einen unfassbar großen Einfluss auf mich.''

Playlist:

01. I Want You Now
02. Never Be Lonely
03. Fill My Little World
04. Kettle's On
05. Sewn
06. Anyone
07. Strange
08. Love It When You Call
09. Rosé
10. Same Old Stuff
11. Helicopter
12. Blue Piccadilly/Interlude/Miss You

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