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CD Kritik vom 11.08.2006

Joy Denalane: Born & Raised

Joy Denalane: Born & Raised | CD Kritik
Joy Denalane
Born & Raised

Botschafterin des Soul

Mit ihrem Album ''Mamani'' legte Joy Denalane 2002 den Grundstein ihres Erfolges, der ihr neben diverser Auszeichnungenauch den Titel ''Queen of German Soul'' einbrachte. Nun knapp 4 Jahre später ist sie bereit den ihr vorauseilenden Ruf nicht nur zu bestätigen, sondern über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus zu tragen. So steht auch der Albumtitel ''Born & Raised'' gleichermaßen für Joys Weiterentwicklung als Frau und Künstlerin und ihren Aufbruch zu neuen Horizonten, der nicht zuletzt mit ihrem Beitrag auf dem von Kanye West produzierten Remix von Commons ''Go'' im letzten Jahr zu erahnen war.

Pendelnd zwischen den USA, Berlin und Stuttgart sind Songs entstanden, die musikalisch noch fokussierter als die ihres Vorgängers sind, dennoch die für Joy typische Vielfalt und Dynamik bewahren und vor allem auch inhaltlich weit über die im zeitgenössischen R&B/Soul üblichen Themen hinaus gehen. Wie schon auf ''Mamani'' hat Ehemann und Produzent Max Herre Joy auf diesem Weg begleitet und den roten Faden gesponnen, der alle Beteiligten, Weggefährten und Gaststars zusammenbringt - mit dabei u.a. Wu-Tang Legende Raekwon auf ''Heaven or Hell'' und Jay-Z - Protegé Lupe Fiasco auf der sozialkritischen Hip Hop Hymne ''Change''.

Mit der Debütsingle ''Let Go'' bahnt sich bereits jetzt ein deutscher Radiohit an und das beeindruckende Tourrouting mit Shows von Berlin bis New York zeigt auf, wohin die Reise mit ''Born & Raised'' geht. Dieses Album ist ein Klassiker, eine zeitlose Melange aus Soul-Elementen der späten 60er Jahre, modernem Hip Hop, einem Hauch Gospel und großen Songs, die in jeder Note das Jahr atmen, in dem sie entstanden - 2006.

Playlist:

01. Change feat. Lupe Fiasco
02. Let Go
03. Be Real
04. Heaven Or Hell feat. Raekwon
05. One In A Million
06. For The Love
07. 7 Year Itch
08. Caught Up
09. Stranger In This Land
10. Start Over
11. Born & Raised
12. Something Stirrin'Up feat. Governor
13. Despite It All
14. Soweto '76-'06
15. Sometimes Love

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