Überraschende Kehrtwende
Vier Jahre sind seit dem letzten Album ''Justified'' vergangen. In diesem Zeitraum war nicht viel von Britneys Ex zu hören. Aber Songs wie ''Senorita" liegen einem noch angenehm in den Ohren. Und die werden einem sicher noch länger im Kopf umherschwirren, denn sie werden so schnell nicht abgelöst. Denn was Herr Timberlake mit seinem neuen Album abliefert, wird vermutlich den alten Fans nicht gleich auf Anhieb schmecken.
Die erste Auskopplung "Sexyback" mit nervigem Loop haut bestenfalls noch amerikanische Teenygirls von der Schulbank. Justin Timberlake hat sich von seinem Housesound verabschiedet und geht funkigere Wege. Das klingt zunächst einmal nicht negativ. Er ist aber auch dem HipHop nicht abgeneigt. Doch dabei verstrickt er sich zu sehr in bereits Dagewesenem. Stellenweise klingt Timberlake wie der frühe Prince und bedient sich in "Until the end of time" sogar dem typischen Princesound.
''Futuresex /Lovesounds'' klingt trotz Mitwirkung des Produzenten Timberlands nicht nach dem ultimativen Sound der Zukunft. So ist zwar im Vergleich zum Vorläufer Neues zu hören, aber im Ganzen eben wenig Neues zu erwarten.
Es scheint, als hätte er die lange Auszeit (nach seinem Debütalbum als Solokünstler wohlgemerkt) nicht unbedingt kreativ genutzt, sondern schnell mal eben wieder eine Platte rausgehauen, weil die Fans es lange erwartet haben. Trotz der zu erwartenden hohen Chartplatzierung: Schade, dass Justin Timberlake nicht wenigstens ein bisschen dort angesetzt hat, wo er bei ''Justified'' aufgehört hat: bei spritzigem Dancesound.

