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CD Kritik vom 29.09.2006

Wunder: Strom

Wunder: Strom | CD Kritik
Wunder
Strom

Harte Arbeit lohnt sich

Schon seit 1995 entwickeln Wunder spielerisch ihre eigene Vision von moderner Popmusik, die kräftigen Pop/Rock mit aussagestarken und direkten Texten verbindet. ''Das war damals, Mitte der Neunziger, durchaus ein schwieriges Pflaster, da man deutschsprachiger Popmusik noch lange nicht so offen gegenüberstand'', erinnert sich Gitarrist Keller. In der Folge mussten Wunder früh lernen, selbständig zu arbeiten: Touren selbst organisieren, das komplette Booking übernehmen, Selbstmanagement, ein eigenes Studio aufbauen. 

Als Wunder 2004 zu Warner Music kamen, hatten sie ihr Album ''Was hält uns wach'' bereits fertig aufgenommen und produziert. Auch für ihr neues Album ''Strom'' hatten Wunder künstlerisch vollkommen freie Hand über Repertoire und Sound. Eine Band wie Wunder muss frei fließen können, um das Beste aus sich herauszuholen. Die Freiheit, einen ''Strom'' zu bilden, der Widerstände einfach umspült und weiterfließt. 

Auffallend ist die große Homogenität des Albums, die wärmere Atmosphäre und die starke Emotionalität. Wirkte ''Was hält uns wach'' auf Manchen sehr technisch, sind bei ''Strom'' die wärmeren Sounds und die Gitarren in den Vordergrund gerückt: Nähe statt Distanz. ''Es ist für uns eigentlich ganz normal, dass wir uns da nicht festlegen,'' betont Katrin. ''Dass unser Schwerpunkt zwischen Gitarre und Elektro pendelt, zieht sich als Faden durch unsere Geschichte. Es geht immer darum, was das Herz und die Seele sagen, was wir gerade wollen und in welcher Situation wir gerade sind.'' So verzichten die Songs auf ''Strom'' weitgehend auf elektronisches Schlagzeug und erhalten ihre treibenden Impulse von echten Drums, die zum Teil bei Wunsch-Engineer Peter Schmidt in Berlin aufgenommen wurden - einfach ''weil dort die Bedingungen mit großen Schlagzeugräumen und die entsprechende technische Umgebung optimal waren,'' so Keller.

Wunder Strom Tracklist:

01. Manchmal
02. Schatten und Licht
03. Wenn wir aufhören zu reden
04. Aus dem Nichts
05. Zeitloch
06. Herz
07. Einfach
08. Stadionlicht
09. Hinter den Mauern
10. Es kommt immer wieder
11. Bernsteinregen

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