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Eigenwillig und kühl
Wer die CD des Elektroprojekts "Artist unknown" in den Händen hält, fühlt sich unweigerlich erst einmal ein wenig hilflos. Ein unbekannter Artist präsentiert... ja, was eigentlich? "EBM" ist das Stichwort, spartanisches Elektro aus dem Hause "Datapunk", welches das Label Anthony Rothers ist.
Dass Artist unknown nicht irgendwelche Unbekannte sind, zeigt allein die Tatsache, dass die eben bei "Datapunk" gesigned sind. Und Rother hat unter anderem mit keinem Geringeren wie Elektro-Guru Sven Väth zusammengearbeitet und weiß, auf was er sich da eingelassen hat. Sechs Jahre nach dem Debütalbum "Future" kommt nun "Present".
Sucht man nach Vergleichen des nebulösen, kühlen Projekts, kann man sich durchaus auf Kraftwerk und die frühen Depeche Mode einlassen. Unterschiede sind aber dennoch einige hörbar. So sind "Artist unknown" weniger melodiös und viel mehr musikalisch introvertiert und psychedelischer. Leider verliert "Artist unknown" mit zunehmender Spielzeit an Spannung. "Present" präsentiert einen eigenwilligen Sound, manchmal spacig, manchmal düster. "Artist unknown" ist "Homelistening" im besten Sinne.
Playlist
01. Unknown to millions
02. Movin along
03. Tank
04. Missing
05. Demons & girls
06. Aciklik
07. Poem#7
08. Bird
09. Black Zeppelin
10. Unmusic
11. Relax on me
12. Automat
13. The happy days
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