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Musik, die die Welt nicht braucht
Liza Li? Nichts aus Asien, auch nicht zierlich. Zwar ganz nett anzusehen und sicherlich auch gut bei Stimme - aber was soll DAS denn? Man nehme als Vorbild gute Musik nach 1980er-NDW-Manier, poliere es etwas auf modern (gleiche Produktion wie Tokio Hotel?) und nehme einen Teenie, der - in diesem Fall die - sich mal so richtig auskotzen will und das dann ungestraft darf. Was heißt hier ungestraft? Es wird auch noch belohnt, weil ein paar findige Leute diesen Quatsch auch noch auf CD brennen.
Aber vermutlich versteht man ab einem bestimmten Alter solche Musik einfach nicht mehr. Leider ist grad kein Redakteur unter 14 anwesend - Pech gehabt. Also weiter im Text. Mal ganz professionell und absolut nüchtern analysiert: Das Album hat hier und da seine guten Stellen, ab und an wird mal nicht gepöbelt und Liza Li zeigt mal sowas wie Gefühl. Aber diese Stellen kommen deutlich zu kurz.
Denn sobald man sich mal an eine ruhige Passage gewöhnt hat, gibt's auch schon eine Minute später mit der verbalen Keule auf die Schnauze (um sich mal dem Vokabular der Platte von Liza Li anzupassen). Also was sagt man dazu? Kann man hier eine eindeutige Zusammenfassung machen? Eigentlich nicht, denn dazu müsste man wissen, was die Platte denn nun eigentlich darstellen soll - diesem Mysterium konnte hier keiner auf die Schliche kommen. Aber eins können wir sagen: Keine Weinachtsplatte.
Playlist
1. Liza Li
2. Ich könnte Dich erschießen
3. Zum Glück macht Liebe blind
4. Sterben
5. Hörst du mich
6. Sex
7. Ihr armen Reichen
8. Ich will
9. Montag
10. Im Namen Gottes
11. Komm zurück
12. Doktor Doktor
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